Plastisches Ensemble

Plastisches Ensemble

Foto: Jürgen Tomisch/Barbara Anna Lutz, 2018, CC-BY-4.0

Das „Plastische Ensemble“ besteht aus – heute 18 – Fragmenten wohl historischer Architekturelemente , die auf einer Grünfläche arrangiert und von einer als Kreissegment gesetzten Buchenhecke gefasst sind. Die Architekturfragmente – zu denen neben zwei Säulenteilen u. a. auch ein Schmuckfragment mit Faltenwurf, ein Eckgesimsstein, zwei Bogensegmente, vier Basensteine(?) u.s.w. gehören – wurden teilweise nachträglich von den Künstlern nachbearbeitet. So sind „in einige skizzenhaft figürliche und abstrakte Zeichen eingeritzt“ möglicherweise als „eine Anspielung auf das von Kindern selbst praktizierte Spiel mit Mauerinschriften und Kritzeleien“ . Zwei der Elemente sind als „Spiel-Tische“ aufgestellt, in ihre Oberflächen wurden Spielflächen für Dame/Schach und Backgammon eingeritzt. Im Mittelpunkt der Anlage steht eine Kastanie, außerhalb des Heckensegments rahmen fünf Bäumchen (vermutlich Weißdorn) diese Seite des Arrangements. (Jürgen Tomisch/Barbara Anna Lutz)

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Köhler, JürgenKünstler_In1991
Meyer, ChristophKünstler_In
Datierungshinweise
Aufstellung
Objektgeschichte
Das zunächst als 1. POS Berlin-Köpenick fungierende Gebäude, Luisenstraße 16, wurde 1991 zur 1. Grundschule Berlin-Köpenick. Wohl im Zusammenhang mit dieser Umnutzung des Gebäudes fand im selben Jahr auch das „Plastische Ensemble“ auf dem Schulhof seine erste Aufstellung. Weidner be-schreibt das Ensemble wenig darauf, 1993, wie folgt: „Zwei säulenartige Sandsteinquader bilden eine Art Tor, die anderen Gebilde sind im Geviert darum lose gruppiert. […] Das Ganze ist recht phantasiearm gestaltet, auf dem staubigen, kahlen Schulhof ohne Grün wirkt es verloren und dürftig.“ (Weidner, 1993, S. 24). Seit Ende 2003 dient das Gebäude dem Bezirksamt Treptow-Köpenick als Bauaktenarchiv. Das „Plasti-sche Ensemble“ wurde – vermutlich mit Auflösung der Schule – an seinen heutigen Aufstellungsort versetzt. Auf der, an den ehemaligen Schulhof angrenzenden, zu einem Spielplatz gehörenden öffentlichen Grünfläche wurde es völlig neu arrangiert. Ob dies in Absprache mit den Künstlern geschah, konnte nicht ermittelt werden. (Jürgen Tomisch/Barbara Anna Lutz)
Verwendete Materialien
Einige ObjekteSandstein
Einige ObjekteGranit
Technik
Gesamtgemeißelt
ZustandZeitpunkt
Gesamtbiogener Bewuchs2018
Gesamtbeschmiert2018
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Weidner, Klaus: Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Köpenick, Berlin, 1993, S. 24.

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