Acht Konsolfiguren „Arbeit und Heim“

Baugebundene Kunst

Acht Konsolfiguren „Arbeit und Heim“

Foto: Nicola Vösgen, 2023, CC-BY-4.0

Weitere baugebundene Kunst

Gebäude der baugebundenen Kunst

Wohnanlage Germania- und Oberlandgarten

Gebäude der baugebundenen Kunst

Die schlanken ziegelverkleideten Mittelpfeiler der vier Feuerwehrdurchfahrten zum Innenhof der Bärensiedlung sind mit sechs dunkelblau glasierten, überlebensgroßen Keramikfiguren geschmückt. An den Innenseiten stehen vier weibliche Figuren: eine Frau mit Kind, eine Frau mit Apfel, eine Frau mit Glockenblumen und eine Frau mit einem Papagei. An den Außenseiten der Durchgänge zum Germania- und zum Oberlandgarten befinden sich zwei männliche Figuren, ein Mann mit Schriftrolle und Zirkel sowie ein Mann mit Axt (Nicola Vösgen).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Giesecke, Heinrich (Bildhauer:in)
1930, Frau mit Kind, Mann mit Schriftrolle und Zirkel (Vermutung)

Lehmann-Borges, Hans (Bildhauer:in)
Mann mit Axt, Mutter mit Kind (Vermutung)

Kupsch, Felix (Bildhauer:in)
Frau mit Glockenblumen (Vermutung), Frau mit Papagei (Vermutung)

Steinzeugfabrik Velten-Vordamm (Ausführende:r)

Datierungs­hinweise

Wohnsiedlung zwischen Juli 1929 und Mai 1930 errichtet

Objekt­geschichte

Die „Deutsche Bauzeitung“ berichtete 1930 über die Figuren: „Die vier männlichen und vier weiblichen Figuren, symbolisch „Arbeit und Heim“ darstellend, sind nach Entwürfen der Bildhauer Hans Lehmann-Borges, Gildenhall, Felix Kupsch und Heinrich Giesecke, Berlin, von dem Keramikwerk Steinzeugfabrik Velten-Vordamm ausgeführt worden.“ (Deutsche Bauzeitung, 64.1930, S. 639). Von den 1930 erwähnten acht Figuren sind nur sechs erhalten. Da alle Pfeiler des Innenhofes mit Figuren besetzt sind ebenso wie die Pfeileraußenseiten zu dem nördlich und südlich gelegenen kleineren Höfen, ist zu vermuten, dass die beiden heute fehlenden, männlichen Figuren an den äußeren Seiten der Zufahrten von der Schaffhausener und Bacharacher Straße standen. Eine Bildhauerzuschreibung für zwei der Skulpturen lieferte die „Neue Werkkunst“ 1931, wo in den Bildunterschriften für den Mann mit Axt der Bildhauer Hans Lehmann-Borges und für die Frau mit Kind Heinrich Giesecke genannt sind. Aufgrund stilistischer Vergleiche erscheinen folgende weitere Zuordnungen wahrscheinlich: Von Hans Lehmann-Borger stammt vermutlich auch die Mutter mit Kind, von Heinrich Giesecke der Mann mit Schriftrolle und Zirkel. Die Frauen mit Papagei und mit Glockenblumen könnten von Felix Kupsch stammen, was insbesondere ein Vergleich mit den Figuren der Wilmersdorfer Kreuzkirche nahelegt (Nicola Vösgen).

Verwendete Materialien

Steinzeug (gesamt)

Technik

geformt (gesamt)
gebrannt
glasiert, dunkelblau

Zustand

gut (gesamt, 2023)
Abplatzungen (2023), zum Teil, kleine

Vollständigkeit

unvollständig, nur sechs der ursprünglich acht Figuren erhalten


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