Wandfries mit dem Titel: Die Presse als Organisator

Baugebundene Kunst

Wandfries mit dem Titel: Die Presse als Organisator

Die Presse als Organisator

Foto: Layla Fetzer, 2023, CC-BY-4.0

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Gebäude der baugebundenen Kunst

Pressecafé am Alexanderplatz

Gebäude der baugebundenen Kunst

Über der großflächigen Fensterfront, an der Attika des Pavillons des Pressecafés am Alexanderplatz, befindet sich ein umlaufendes Fassadenfries, zusammengesetzt aus bunten Emaille-Kacheln, mit dem Titel “Die Presse als Organisator”. Die bunten, bemalten Emaille-Kacheln sind überwiegend in den Farben Rot, Blau, Ocker, Weiß und Schwarz gehalten. Die Bemalung darauf setzt sich aus unterschiedlichen Szenen zusammen, welche die Verlags- und Redaktionsarbeit in der DDR thematisieren. Diese zeigen Menschen bei der Redaktionsarbeit und beim Konsum von Nachrichten. Durchsetzt werden die Szenen mit Symbolen wie der Friedenstaube, einem Porträt von Karl Marx sowie Druckerzeugnissen, auf denen bruchstückhafte Begriffe wie “Rosa” oder “die Rote” zu lesen sind. Das Wandfries ist geprägt vom Stil des sozialistischen Realismus (Layla Fetzer).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Neubert, Willi (Künstler:in)
1969-1973

Datierungs­hinweise

2015: Denkmalschutz des baulichen Ensemble; seit 2017-2022: Sanierung und Rekonstruktion

Objekt­geschichte

Das programmatische Fassadenfries mit dem Titel “Die Presse als Organisator” am Pressehaus am Alexanderplatz ist eine Kunst-am-Bau-Auftragsarbeit, die 1973 von Willi Neubert (1920 - 2011) umgesetzt wurde. Er steht im Kontext mit den Wandbildern am Haus des Lehrers und am Haus des Reisens. 29 Jahre lang wurde es von Werbereklamen des Pächters verdeckt. 2013 erstellte das Landesdenkmalamt ein Gutachten, woraufhin das Gebäude samt Wandfries 2015 unter Denkmalschutz gestellt wurde. 2021 wurden die Bau- und Sanierungsarbeiten unter dem neuen Eigentümer (Immobilienunternehmen Tishman Speyer) abgeschlossen und das Fries wieder freigelegt (vgl. Wenzel 2020: https://kultur-mitte.de/wenn-die-sichtbarmachung-zugleich-eine-ausloeschung-ist/). Der Flachbau des Pressecafés mit dem Emaille-Fries des Malers Willi Neubert wurde in der dritten Phase des seit 2017 andauernden Sanierungsprojekts wieder instandgesetzt (vgl.: https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sanierung_und_Erweiterung_des_Berliner_Pressehauses_von_gmp_8263114.html).

Maße

(gesamt)
Höhe
Breite

3.5 m
76 m

Verwendete Materialien

Email (Beschichtung) (Materialarchiv)

Technik

emailliert (gesamt)
bemalt (Bildszenen )
gezeichnet

Zustand

gut (2023)
saniert (2021)

Vollständigkeit

vollständig

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