Kopfbewegung

Kopfbewegung

Foto: Susanne Kähler, 2011, CC-BY-4.0

Zwei Stelen aus Edelstahlblech, die ohne Basis oder sichtbares Fundament auf dem Pflaster des Platzes stehen, bilden mit ihren Plateaus im oberen Bereich die Standflächen für jeweils einen monumentalen Kopf. Die Stelen stehen zwar nebeneinander, sie stehen aber nicht parallel zueinander sondern sind aufeinander bezogen ausgerichtet. Die Köpfe sind identisch, androgyn und anonym gestaltet, d. h. keine individuellen Merkmale sind auszumachen. Jeder der beiden weißen Kunststoffköpfe besteht aus 24 horizontalen Scheiben, die beweglich montiert sind. Jede dieser 24 Scheiben wird durch einen eigenen Schrittmotor angetrieben, ein weiterer Motor dreht jeweils den Kopf um die eigene Achse. Der Bewegungsablauf erfolgt computergesteuert nach einem festgelegten vierstündigen Programm im Zeitlupentempo. Es entstehen unterschiedliche Konstellationen der Köpfe zueinander, sowie unterschiedliche Mimiken. Die Gesichter werden teilweise so verzerrt, dass sie nur noch als abstrakte Gebilde erscheinen. Die Plastik wird von drei Bodenscheinwerfern nachts beleuchtet. Zwei Plaketten sind im unteren Bereich einer Stele appliziert (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Günschel, Josefine (Künstler:in)
2004-2008

Smolka, Margund (Künstler:in)

Datierungs­hinweise

Ausführung 2008

Objekt­geschichte

Seit 1993 wurde das städtische Projekt "Berlin Adlershof - Die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien“ entwickelt. In den Jahren 1998 bis 2003 entstanden die Gebäude des Campus Adlershof der Humboldt-Universität mit den Instituten für Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Physik und Psychologie. 2004 rief die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einen Wettbewerb für eine Plastik aus, die auf dem zentralen Universitätsplatz, dem Forum, stehen sollte. Die Künstlerinnen Josephine Günschel (geb. 1960 in Hannover) und Margund Smolka (geb. 1958 in Kiel) konnten den Wettbewerb für sich entscheiden. Beide Künstlerinnen beschäftigen sich vordringlich mit beweglichen Plastiken. In Abhängigkeit von der mehrfach verschobenen Fertigstellung des Platzes musste auch die Realisierung des Kunstprojektes mehrfach verschoben werden. Die Inbetriebnahme fand schließlich am 4. Juni 2008 statt. Die Plastik kostete 320.000 Euro (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).

Maße

(gesamt)
Höhe
(Köpfe)
Höhe

52 m

175 m, jeweils

Inschriften

Plakette (appliziert)
am Objekt
»Kopfbewegung heads, shifting / von Josefine Günschel und Margund Smolka / Kunst am Bau im Auftrag des Landes Berlin / vertreten durch / Regierender Bürgermeister, Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten / Humboldt-Universität zu Berlin / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung / Umsetzung der künstlerischen Konzeption Lichtbau Schneider-Moll, Berlin / Mit Dank an die BTB GmbH Berlin für die Übernahme der Betriebskosten«

Zustand

beklebt (2011), Zettel

Vollständigkeit

vollständig

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