Wasser-Windobjekt

Wasser-Windobjekt

Foto: Susanne Kähler, 2014, CC-BY-4.0

In den Plattenbelag der Eingangssituation vor dem Ev. Waldkrankenhaus ist ein großes, etwa rechteckiges Becken vertieft angelegt und mit grobkörnigen Kieseln und Granitfindlingen gefüllt. In diesem „Becken“ sind auf drei runden Edelmetallscheiben je eine schräg geführte Stange anmontiert, an deren oberem Ende jeweils schräg angeordnete runde und mattierte Edelstahlscheiben befestigt sind. Die Scheiben sind mit dem oberen Ende der Trägerstangen beweglich und zwar in ganz überraschender Weise. An den Stahlteilen lassen sich keine Wasseraustrittsöffnungen feststellen. Es existiert jedoch ein Wasseraustritt aus Edelstahl inmitten der Granitfindlinge (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Sinken, HeinKünstler_In1980
Objektgeschichte
Nach Kriegsende 1945 bestand ein großer Bedarf an Krankenhausbetten. Viele Krankenhäuser waren zerstört, die zahlreichen Kranken der Stadt konnten kaum versorgt werden. Daher begannen Pfarrer Siegert und Diakonieschwester Renate Röhricht in zwei der beschädigten Gebäude der ehemaligen NS-Arbeiterstadt „Große Halle“ Krankenstationen einzurichten. Eröffnet wurde das Krankenhaus auf dem 20.000 Quadratmeter großen, waldähnlichen Gelände am 1. November 1945. Nach dem Um- und Ausbau wurde am 1. April 1947 das "Evangelische Waldkrankenhaus Spandau" als allgemeines Krankenhaus mit 16 Häusern in Pavillon-Bauart gegründet. 1963 begann eine bauliche Neugestaltung des Krankenhauses. Die Pavillonhäuser wichen modernen funktionalen Bauten. Im ersten Bauabschnitt (1963-1968) wurden die Energiezentrale, Wohnhäuser für alle Berufsgruppen des Krankenhauses sowie das Haus 20 fertig gestellt. 1973 wurde das Haus 2 mit dem Wirtschaftstrakt errichtet. 1978 wurde die Kirche mit den Bildfenstern von Paul Corazolla fertig gestellt. Die neunziger Jahre waren gekennzeichnet von vielfältigen Umbaumaßnahmen. In deren Zuge ist der großzügige Eingangsbereich entstanden. Dazu kamen das Patientenzentrum und die Patientenbücherei. Die Brunnenanlage mit der Wasser-Wind-Installation von Hein Sinken dürfte im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen der 1970er Jahre stehen (Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
Edelstahl
Brunnentechnik
Naturmaterial, Kiesel, Findlinge
Technik
geschweißt
mattiert
zusammen gefügt
ZustandZeitpunkt
verschmutzt, leicht2014
biogener Bewuchs2014
zerkratzt, teilweise2014
verbeult, teilweise2014
Vollständigkeit
vollständigzurzeit keine Brunnenfunktion

  Nachweise

  • Ehmann, Horst: Berlin: Kunst im Stadtraum, Begleitheft, S. 57.
  • Messer, Elke: Neptuns Reich an der Spree: Berliner Brunnen von Begas bis Bonk, Berlin, 1986, S. 14. Abbildung mit Wasserbetrieb

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