Tertele-Mahnmal

Tertele-Mahnmal

Foto: Benjamin Ochse, 2025, CC-BY-4.0

Bei diesem Denkmal handelt es sich um einen 1,70 Meter hohen Stein, dessen Außenseite grob behauen ist. Der Stein ist zweigeteilt und lässt sich durch einen Mechanismus öffnen, wodurch das Innere des Steines zum Vorschein kommt, die Innenseiten sind glattgeschliffen. Im Inneren ist etwa in der Mitte beider Hälften der Abdruck eines anatomischen Herzes zu erkennen.
Um das Herz herum sind die Namen der Gebiete zu finden, in denen in den Jahren 1937 und 1938 der Völkermord an der kurdisch-alevitischen Bevölkerung von Dersim stattfand. (Rieke Fender)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Kılınçarslan, Ezgi (Entwurf)
2025

Datierungs­hinweise

Einweihung 04.05.

Objekt­geschichte

Der Begriff „Tertele“ wird oft verwendet, um den Völkermord von 1937 und 1938 in der türkischen Region Dersim (heute hauptsächlich Provinz Tunceli) zu beschreiben. Die Berliner Dersim Gemeinde arbeitete bereits seit 2015 an der Errichtung eines Denkmals. Dies stieß aber auf Widerstand, da der Völkermord in der Türkei, nicht als solcher anerkannt ist. Das Denkmal wurde im März 2019 vom Berliner Abgeordnetenhaus bewilligt und der Gemeinde wurde ein Ort für die Aufstellung zugesichert. Im Jahr 2024 wurde der konkrete Standort des Denkmales bestimmt und Ezgi Kılınçarslan wurde damit beauftragt ihren Entwurf zu realisieren. Der Stein, aus dem das Denkmal besteht, stammt aus der damaligen Region Dersim und wurde von Kemal Karabulut nach Berlin transportiert. Bei dem Zwischenstopp in Istanbul wurde der Fels zweigeteilt und die Negativform des Herzens wurde in den Stein gemeißelt. Das Denkmal wurde am 04.05.2024 eingeweiht, dem Jahrestag des Beginnes des Völkermordes. (Rieke Fender)

Inschriften

Inschrift
am Sockel
»Nişange Tertelê 38’i«

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