Stadtansichten 1657 und 1774

Baugebundene Kunst

Stadtansichten 1657 und 1774

Foto: Nicola Vösgen, 2023, CC-BY-4.0

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Gebäude der baugebundenen Kunst

Schleusenbrücke

Gebäude der baugebundenen Kunst

In den Endfeldern der Geländer der Schleusenbrücke befinden sich je zwei identische Berliner Stadtansichten aus den Jahren 1657 bzw. 1774. Die ältere Ansicht zeigt eine Schleusendarstellung mit den damals drei Spreearmen, die jüngere den (damals) benachbarten Packhof mit seinen Kränen (Nicola Vösgen).

Fakten

Standort

unbekannt

Kategorie

Bauplastik   Medaillon   

Bezirk/Ortsteil

unbekannt

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Schirmer, Robert (Künstler:in)
1914-1916

Markert, Otto August (Künstler:in)
Füssel, Hans (Bildhauer:in der Neuschöpfung)

Datierungs­hinweise

Neuguss 1973

Objekt­geschichte

Die beiden Geländer der 1914/16 errichteten Brücke bestanden aus je sechs gusseisernen Geländerfeldern. In den Endfeldern befanden sich die Reliefs mit den Stadtansichten aus den Jahren 1657 und 1774. Nach der Verbreitung der Brücke 1936/37 wurden diese erneut in die beiden äußeren Felder eingesetzt. Die ursprünglich gusseisernen Medaillons stammen von den Bildhauern Robert Schirmer und Otto Markert. Nach erheblichen Beschädigungen der Brücke im Zweiten Weltkrieg war die Brücke zwar 1951 für den Verkehr instand gesetzt worden, die Schäden an dem Brückenschmuck wurden allerdings nicht behoben. Erst 1966 fanden erste Gespräche u.a. mit dem Metallbildhauer Hans Füssel statt, um „die im Geländer fehlende Medaille anzufertigen und die beschädigten Medaillen wieder instandzusetzen, ferner die fehlenden Jahreszahlen zu ergänzen …“ (Günzel, Berliner Bronzen, S. 134). Es dauerte allerdings noch weitere sieben Jahre, bis Hans Füssel mit den Arbeiten beginnen konnte. Er demontierte die acht Medaillons, von denen nur zwei derart zerstört waren, dass ein Nachguss erforderlich schien. Der Magistrat entschied jedoch, dass alle acht Medaillons nachgegossen werden sollten. Hans Füssel wollte die Nachgüsse in Bronze ausführen, der Magistrat beschloss jedoch aus Kostengründen die Ausführung in Aluminium. 1973 schuf der Bildhauer und Bronzegießer Hans Füssel die Abformungen und Nachgüsse in Aluminiumguss, der anschließend bronziert wurde (Nicola Vösgen).

Verwendete Materialien

Aluminium (Materialarchiv) , Guss

Zustand

gut (2023)

Vollständigkeit

vollständig


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