St. Lukas-Kirche

Gebäude mit baugebundener Kunst

St. Lukas-Kirche

St. Lukaskirche

Foto: Nicola Vösgen, 2023, CC-BY-4.0

Baugebundene Kunst (4)

Die St. Lukas-Kirche ist ein im italienischen Rundbogenstil gestalteter Backsteinbau mit einer Verblendung in gelben Ziegelsteinen, die ornamentalen Teile bestehen aus Terrakotta.

Die Kirche befindet sich an der Nordseite der Bernburger Straße und ist in die geschlossene Straßenfront eingebaut. In der Mitte befindet sich eine über eine fünfstufige Treppenanlage erreichbare, langgestreckte fünfbogige Arkadenhalle, die von vier Sandsteinsäulen getragen wird. Seitlich davon stehen zweigeschossige Nebengebäude. Alle Gebäudeteile werden von einem Pultdach gedeckt. Im Westen erhebt sich der quadratische Glockenturm mit Rundbogenfenstern, der mit einem Kreuz auf dem Dach abschließt (Nicola Vösgen).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Stüler, August (Architekt:in)
1859-1861, Entwurf

Möller, Gustav (Architekt:in)
Ausführung

Objekt­geschichte

Um die kirchliche Versorgung des rasch wachsenden Viertels rund um den Anhalter Bahnhof sicherzustellen, wurde für die Tochtergemeinde der St. Matthäus-Kirche im Tiergarten, in den Jahren 1859 – 1861 die evangelische St.-Lukas-Kirche errichtet. Die ersten Pläne für den Kirchenbau hatte Friedrich August Stüler 1856 entworfen, ausführender Architekt war der Bauinspektor Gustav Möller. Die Bauarbeiten wurden im April 1859 begonnen, die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Oktober 1859 und am 17. März 1861 konnte die Kirche eingeweiht werden. Die Gebäude sind im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden und wurden 1954 in stark vereinfachter Form wiederaufgebaut (ausführender Architekt: Georg Thoféhrn). Dabei entfiel der übergiebelte Mittelteil, die zuvor dreigeschossigen Nebengebäude enden nun auf derselben Höhe wie die Arkadenhalle und der Turm hat seine spitz aufragende Turmspitze verloren. Verloren sind zwei Reliefdarstellungen, deren Thema nicht überliefert ist. Die beiden runden Medaillons befanden sich an den Giebelseiten der beiden seitlichen Anbauten, die seit der Wiederherstellung nicht mehr existieren. Für deren Ausführung ist ein Bildhauer Moser überliefert (verm. Julius Moser) (Nicola Vösgen).


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