Spielende Bären

Spielende Bären

Zwei Bären

Foto: Susanne Kähler, 2013, CC-BY-4.0

Auf einem rechteckigen Sandsteinsockel mit gestockten Oberflächen ruht ein in etwa L-förmiger Aufsatz, ebenfalls aus gestockt bearbeitetem Sandstein, der zwei naturnah formulierten Bärenfiguren als Standfläche dient. Auf dem längeren Unterbalken sitzt ein Bär mit nach oben gewandtem Kopf, die Arme fast menschenähnlich vor die Brust gelegt. Deutlich ist die Blockform des Ausgangssteins zu erkennen. Der andere Bär steht auf dem vorne auskragend gebildeten vertikalen Steinbalken. Er steht auf seinen vier Beinen. Den Kopf hält er dem unter ihm sitzenden anderen Bären herab geneigt zugewandt. Der untere Sockel weißt zum Park hin eine blockhaft stehen gelassene Nase auf, in die eine schmale Rinne geschnitten ist, die einem feinen, tröpfelnden Wasseraustritt als Laufrinne dient. Das Wasser rinnt den Sockel entlang zum gepflasterten Boden, wo das Wasser zwischen den Steinritzen versickert (Jörg Kuhn).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Horota, Stephan (Künstler:in)
1986-1987

Objekt­geschichte

Der obere Bär lehnt sich formal an ältere Bärenfiguren an, so an die berühmten bronzenen Bären von August Gaul auf den Säulen im Vestibül des von Ludwig Hoffmann entworfenen Stadthauses am Molkenmarkt und ebenso an den bronzenen Bären vom Georg Wrba im Bärensaal des Stadthauses. Es muss sich also die Skulptur Horotas an diesen Vorbildern messen lassen und selbst bei Berücksichtigung, dass es sich um einen schlichten Zierbrunnen in einer öffentlichen Parkanlage handelt und das Material Sandstein nicht mit Bronze gut vergleichbar ist, muss doch festgestellt werden, dass Horotas Bären künstlerisch deutlich schwächer sind, als die zitierten Vorbilder. Eigenwillig ist die oft bei Horotas Tierfiguren festzustellende, mal stärkere, mal geringer ausgeprägte Vermenschlichung der Tiere. Dies mag mit Horotas Beschäftigung mit Tierfabeln zusammenhängen und ist nicht unoriginell. Der Brunnen ist auch recht malerisch komponiert, was zum Standort passt. Im Gegensatz zu den zumeist als misslungen zu bezeichnenden Eisbärenfiguren Horotas ist der Bärenbewehrte Tröpfelbrunnen von besserer Qualität (Jörg Kuhn).

Maße

(gesamt)
Höhe
Länge
Breite

1.95 m
0.7 m
0.9 m

Verwendete Materialien

Sandstein (gesamt) (Materialarchiv)
Brunnentechnik

Technik

behauen (gesamt)
geglättet
montiert

Zustand

verschmutzt (gesamt, 2013)
beschmiert (2013)
biogener Bewuchs (2013)
veralgt (2013)

Vollständigkeit

vollständig, Reperaturen sichtbar


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