Spartakus

Spartakus

Foto: Detlev J. Pietzsch, 2009, CC-BY-4.0

Stele aus drei Blöcken mit erhabenen Lettern auf vertieft angelegten Rechteckspiegeln und seitlich vorkragendem, zweizonigem Aufsatz; Der Aufsatz birgt in der unteren Zone die Inschrift SPARTAKUS und in der folgenden Zone die neoexpressionistisch abstrahierte Darstellung einer Flamme. Dadurch erhält das gesamte Monument die Anmutung einer stilisierten Fackel. Die Front bringt die sich auf den Namen Spartakus beziehende Zitat-Inschrift (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Grünig, DietrichKünstler_In1977
Datierungshinweise
Aufstellung im Zuge von Baumassnahmen um 2009 verändert, leichte Standortverschiebung
Objektgeschichte
Das Treffen oppositioneller SPD-Funktionäre (K. Liebknecht, K. Duncker, H. Eberlein, F. Mehring, R. Lindau u.a.) wurde als 1. Reichskonferenz der „Gruppe Internationale“ eröffnet. Ihr Publikationsorgan trug den Titel „Spartakus“ als Verweis auf den gleichnamigen Anführer eines antiken römischen Sklavenaufstandes. Die Gruppe wurde am 11.11.1918 in Spartakusbund umbenannt und gilt als „Keimzelle“ der KPD. KPD- Generalsekretär Ernst Reuter (Deckname „Friesland“) leitete im „Auftrag“ der sowjetischen Regierung 1919 die „Spartakistische Aufstandsbewegung“ in Berlin. Das Denkmal wurde 1977 nach einem Entwurf von Dietrich Grüning errichtet. Nach 2009 Sanierung und leichte Standortverschiebung im Zusammenhang mit der Bebauung des Grundstücks. Das Denkmal ist über Tag öffentlich (Gittertür in der Durchfahrt lässt sich per Knopfdruck öffnen) zugänglich (Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
DenkmalKunststein
Technik
Denkmalgegossen
Inschriften
Inschrift (erhaben)
Front, obere Zone
SPARTAKUS
Inschrift (erhaben)
Front
DAS HEISST / FEUER UND GEIST / DAS HEISST / SEELE UND HERZ / DAS HEISST / WILLE UND TAT / DER / REVOLUTION / DES / PROLETARIATS / KARL LIEBKNECHT
Inschrift (erhaben)
Rückseite
AN DIESEM PLATZ STAND DAS HAUS, IN DEM UNTER VORSITZ VON / KARL LIEBKNECHT / AM 1. JANUAR 1916 DIE SPARTAKUSGRUPPE, DIE KEIMZELLE DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI DEUTSCHLANDS, GEGRÜNDET WURDE
ZustandZeitpunkt
Denkmalgut2009
Vollständigkeit
vollständigrestauriert

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 274.
  • Klother, Eva-Maria: Denkmalplastik nach 1945 bis 1989 in Ost- und Westberlin, 1998.
  • Trost, Heinrich: Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, Berlin, 1984.
  • Hübner, Holger: Das Gedächtnis der Stadt. Gedenktafeln in Berlin, Berlin, 1997.

Ihre Information ist gefragt