Schlusssteine und Portalgestaltung

Baugebundene Kunst

Schlusssteine und Portalgestaltung

Weitere baugebundene Kunst (2)

Gebäude der baugebundenen Kunst

Aquarium

Gebäude der baugebundenen Kunst

Drei der vier halbrunden Fensterbögen an der straßenseitigen Fassade des Aquariums enden mit einem Schlussstein, der als prähistorisches Tier ausgebildet ist. Neben jeder Darstellung ist der deutsche und lateinische Name eingemeißelt (v.l.n.r.): Torosaurus, ein Vogelbeckensaurier, der in der späten Oberkreide in Nordamerika lebte. Allein der Schädel dieses Pflanzenfressers wurde bis zu 3 Meter lang. Pterichtys, ein Panzerfisch, dessen gesamte Körperlänge nur 20 cm betrug. Geikia, ein Therapside aus dem späten Perm, dessen Fossilien in Schottland gefunden wurden. Dieser Schlussstein ist der einzige, der vollständig rekonstruiert wurde.
Den oberen Abschluss des Haupteingangs bilden zwei Echsen, die nicht näher bezeichnet sind.

Die zooseitigen Fensterbögen sind mit drei weiteren Schlusssteinen geschmückt: Meiolania, einer Schildkröte aus dem Alt Quartär, die in Patagonien und Australien lebte. Elginia oder Cyclopechse, ein kleiner fleischfressender Saurier aus der Familie der Pareiasaurier aus dem späten Perm. Pterichtes, ein nur 20 cm langer Panzerfisch aus der Devon- Zeit, dessen Fossilien in Schottland gefunden wurden.
Den Schlussstein über dem gartenseitigen Eingang bildet ein riesiger Triceratopskopf. Seinen Namen verdankt dieser bis zu 9 Meter lange Saurier, der in der Oberkreidezeit in Nordamerika lebte, seinen drei Hörnern auf Nasen- und Stirnbein (Nicola Vösgen).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Harder, Heinrich (Entwurf)
1912-1913, 1912

Schirmer, Robert (Ausführende:r)
1983, 1912

Markert, Otto August (Mitwirkende:r)
1912

Winterhelt GmbH & Co
Reparatur und Rekonstruktion: 1983

Objekt­geschichte

Auch die Entwürfe für die Schlusssteine stammen von Heinrich Harder. Die Ausführung der Bildhauerarbeiten in Ettringer Tuffstein erfolgte in dem Bildhaueratelier von Robert Schirmer unter Mitarbeit von Otto Markert. Einige der Schlusssteine hatten den Krieg überstanden. Sie wurden um 1983 von der Steinmetzfirma Winterhelt GmbH & Co. repariert bzw. nach historischen Vorlagen neu hergestellt (Nicola Vösgen).

Verwendete Materialien

Ettringer Tuff

Zustand

gut (2023)

Vollständigkeit

vollständig


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