Reliefs Neues Testament

Baugebundene Kunst

Reliefs Neues Testament

Weitere baugebundene Kunst (3)

Gebäude der baugebundenen Kunst

St. Hedwigs-Kathedrale

Gebäude der baugebundenen Kunst

Oberhalb der drei Portale und zwei Figurennischen der St. Hedwigs-Kathedrale befinden sich fünf hochrechteckige Supraporten mit der Darstellung von Szenen aus dem Neuen Testament (v.l.n.r): Verkündigung, Ölbergszene, Kreuzabnahme, Auferstehung und Christi Himmelfahrt (Nicola Vösgen).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Ebenhech, Georg Franz (Bildhauer:in)
1750

Objekt­geschichte

Die fünf Reliefs sind bereits in der ersten Bauphase der Hedwigskirche um 1750 von Georg Franz Ebenhech ausgeführt worden. Laut dem General-Etat sind die zu diesem Zeitpunkt bereits vollendeten Reliefs im August 1750 geölt worden. Überliefert ist weiterhin, dass Ebenhech im Januar 1751 für seine Tätigkeit 1907 Reichsthaler ausbezahlt wurden. Die Wiener Zeitung beschreibt die fünf Reliefs 1752 ausführlich: „Nachdem das Gerüste an der neuerbauten R. Cath. St. Hedwigs-Kirche zu Berlin abgebrochen worden : so sieht man … Unter den Nischen der Architectur höher hinaus , zwischen den Colonnen folgen 5 Basreliefs. Das erste stellet den Englischen Gruß, das andere das Leiden Christi im Oel-garten, das dritte die Abnehmung Christi vom Creutz, das vierte die Auferstehung, und das fünfte die Himmelfahrt Christi vor. … Alle diese Arbeit … wird von der Hand des Königl. Bildhauers, Herrn Ebenhecht, verfertigt.“ Diese Zuschreibung an Ebenhech wird erstmals ausführlich in der Arbeit von Max Hasak zur St. Hedwigs-Kirche (1932) beschrieben, später auch in den Publikationen von Hans-Joachim Giersberg (1986), Christine Goetz/Victor H. Elbern (2000) und Martin Engel (2001). Lange Zeit sind diese fünf Reliefs Wilhelm Achermann zugeschrieben worden, der sie um 1837 ausgeführt haben soll. Erstaunlicherweise werden die Reliefs jedoch in den Biografien zu dem Bildhauer nicht erwähnt (z.B.: Leben Wilhelm Achtermanns, Münster 1859; Hertkens, Paul: Wilhelm Achtermann, Trier 1895). Diese Tatsache sollte erstaunen, handelt es sich bei der St. Hedwigskirche doch um ein prominentes Bauwerk im Zentrum Berlins, die Beauftragung zur Ausführung dieser Reliefs wäre für den damals erst am Beginn seiner Laufbahn stehenden Bildhauer sicherlich eine bedeutende Reputation gewesen. Von Achtermann stammt lediglich ein Entwurf für das Giebelfeld von 1837/1838, der allerdings nicht umgesetzt wurde. Diese aufgrund der Quellenlage unzweifelhaft korrekte Zuschreibung an Georg Franz Ebenhech ist bis heute teilweise unbeachtet geblieben. So schreibt das Allgemeine Künstlerlexikon in dem Artikel zu Wilhelm Achtermann: „Berlin, St. Hedwigskirche: … 5 Reliefs am Portal nach Entwürfen von Ebenecht (sic!)“ (Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009, Wilhelm Achtermann), in dem Artikel zu Ebenhech: „Berlin, St. Hedwigs-Kathedrale: … Entwürfe zu Supraportenreliefs, 1747“ (Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009, Georg Franz Ebenhech). Die Denkmaldatenbank Berlin übernimmt diese Angaben: „Die Reliefszenen nach Entwürfen von Georg Franz Ebenhech führt 1837 Theodor Wilhelm Achtermann aus.“ (https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09065001, abgerufen am 25.06.2024) (Nicola Vösgen).

Verwendete Materialien

Sandstein (Materialarchiv)

Technik

bearbeitet

Zustand

gut (2023)

Vollständigkeit

vollständig


Ihre Information ist gefragt

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Kapazitätsgründen nur in Ausnahmefällen und ausschließlich bei wissenschaftlichem Interesse Fachfragen zur Bildhauerkunst beantworten können.