Fischreiterin

Fischreiterin

Foto: Susanne Kähler, 2009, CC-BY-4.0

Auf einem Klinkersockel (6 Lagen) von hartgebrannten Klinkern (die der Fassadenverkleidung des Hauses Uhlandstraße 150a entsprechen) und einem annährend quadratischen, an den Ecken aber stark gerundeten Grundriss steht auf irregulär geformter Plinthe mit abstrahiertem, Wasser meinendem Relief die überlebensgroße Figur eines exotischen Fisches mit großen Glubschaugen, aufgerissenem Maul mit scharfen Zähnen, einem vielteiligen, stilisierten Schuppenkleid und insbesondere ausgeprägten Bauch-, Rücken- und Schwanzflossen. Auf der großen Bauchflosse steht das Tier filigran auf der Plinthe. An der hoch aufragenden Rückenflosse hält sich mit beiden Händen eine das Tier reitende junge Frau fest. Die unbekleidete Schöne mit kleinen, aber ideal gebildeten Brüsten und flammenartig emporstrebenden Haaren, zeigt ein beseligtes, fröhliches Lächeln, was im Kontrast zu der grimmigen Miene des Fisches steht. Die Bronzeplastik ist sorgfältig patiniert (Jörg Kuhn).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Morin, Georges (Künstler:in)
1929

Fa. H. Noack (Gießerei)

Datierungs­hinweise

Sockel neueren Datums; Figur möglicherweise ein Nachguss

Objekt­geschichte

Vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau des benachbarten Mietshaus Uhlandstraße 150a nach 1979 aufgestellt.

Verwendete Materialien

Bronze (Figur) (Materialarchiv)
Klinker (Sockel) (Materialarchiv)

Technik

gegossen (Figur)
gemauert (Sockel)

Inschriften

Bezeichnung (gegossen)
auf der Plinthe
»MORIN«

Bezeichnung (gegossen)
auf der Plinthe
»H. NOACK BERLIN«

Zustand

gut (gesamt, 2009)
beschmiert (Sockel, 2009)

Vollständigkeit

vollständig

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