Fasch-Denkmal

Fasch-Denkmal

Auf Stufenpodest aus grauem Granit steht der aus rötlichem, poliertem Granit gearbeitete, neubarocke Sockel mit einer goldfarben ausgelegten Inschrift und seitlichen Lorbeerfestons aus Bronze, darauf die Porträtbüste Faschs im zeitgenöischen Gewand der Zeit um 1790 (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Schaper, FritzBildhauer_In des Originals1891
Fa. GladenbeckGießerei
des Originals (im Stadtmuseum Berlin, Sammlung der Bildwerke)
Datierungshinweise
Kopie der Büste, Rekonstruktion des Sockels und Wiederaufstellung 2011
Objektgeschichte
Der aus Zerbst stammende (Hof-)Cembalist Carl Friedrich Fasch (1736-1800) gründete 1791 die "Singe Academie" zu Berlin. Am 24. Mai 1891 wurde das Fasch-Denkmal vor dem Gebäude der Sing Akademie enthüllt. Die Büste wurde in den späten 1930er Jahren gesichert, der Sockel entfernt. 1947 übergab der amtierende Leiter der Sing- Akademie, Georg Schumann, die Büste treuhändlerisch an das Märkische Museum. Hier wurde sie später als "unbekanntes Herrenbildnis von Fritz Schaper" inventarisiert. 1996 gelang es dem Berliner Kunsthistoriker Jörg Kuhn die Büste zu identifizieren. Die durch zwei Einschusslöcher leicht beschädigte Büste befindet sich seit 1999 als Dauerleihgabe der Sing-Akademie zu Berlin in der Stiftung Stadtmuseum Berlin (Stadtmuseum Berlin). Im Januar 2011 konnte eine Kopie des Denkmals vor dem Gebäude der Sing-Akademie (Maxim-Gorki-Theater) aufgestellt werden. Die Büste ist (laut Mitteilung der Stiftung Stadtmuseum Berlin) eine Abformung der originalen Büste, die Festons entstanden auf der Grundlage von Modellen nach den baugleichen Festons am Friedrich-Koenig-Denkmal in Wittenberg, gewonnen durch 3D-Scans (Fa. TRIGONART), der Granitsockel ist eine Rekonstruktion nach historischen Photographien (Matthias Gegner, Jörg Kuhn).
Maße
BüsteHöhe0.9 m
Verwendete Materialien
Büste, FestonsBronze
SockelGranit, rot und dunkelgrau
Technik
Büstegegossen
Sockelgesägt
gemeißelt
Festonsappliziert
Inschriften
Bezeichnung (gegossen)
an der Schulter hinten rechts
F. SCHAPER fec.
Inschrift
am Sockel, Vorderseite
IHREM STIFTER / CARL FRIEDRICH / FASCH / ERRICHTET VON DER / SING-AKADEMIE / ZUR FEIER IHRES / HUNDERTJÄHRIGEN / BESTEHENS / AM 24. MAI 1891
ZustandZeitpunkt
gesamtgut, Rekonstruktion 20112018
Vollständigkeit
vollständigRekonstruktion 2011

  Nachweise

  • Müller-Bohn, Hermann: Die Denkmäler Berlins in Wort und Bild, Berlin, 1905, S. 27.
  • Simson, Jutta von: Fritz Schaper : 1841 - 1919, München, 1976, S. 126. Kat. 80
  • Brehm, Knut: Stiftung Stadtmuseum Berlin : Katalog der Bildwerke; 1780 - 1920, Köln, 2003, S. 256. Kat. 389
  • Lichtenstern, Christa: Fritz Schaper, die Wiederentdeckung des Denkmals : Katalogbuch, Goch, 2000.
  • Hoffmann, Thomas R.: Public art Berlin : Spaziergänge zur Kunst, Stuttgart, 2018, S. 21-23.

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