Denkmal für August Wilhelm Anton Neidhardt von Gneisenau

Denkmal für August Wilhelm Anton Neidhardt von Gneisenau

Gneisenaudenkmal

Foto: Nicola Vösgen, 2021, CC-BY-4.0

Bronzenes Standbild des Heeresreformers Feldmarschall August Wilhelm Anton Graf Neithardt von Gneisenau (1760-1831) auf dreizonigem Granitsockel mit zwei eingelassenen Bronzereliefs, errichtet über quadratischem Grundriss; Gneisenau ist in zeitgenössischer Uniform mit Umhangmantel dargestellt. Mit der rechten Hand weist er erklärend nach vorn, in der Linken trägt er seinen Säbel. Der Kopf ist schräg nach rechts gewendet. Das Relief am Sockel vorne zeigt eine sitzende Viktoria mit Tabula und Lorbeerkranz. Das rückseitige Relief zeigt das Wappen Gneisenaus mit heraldischer Zierrahmung (Jörg Kuhn).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Rauch, Christian Daniel (Künstler:in)
1855

Wimmel, Paul (Steinmetz:in)
Sockel

Königliche Eisengießerei zu Berlin (Gießerei)
Schinkel, Karl Friedrich (Entwurf)
des Sockels

Datierungs­hinweise

21.05.1855 Einweihung am ursprünglichen Standort Unter den Linden

Objekt­geschichte

1950-1951 wurde das Denkmal abgebaut und 1963-1964 am südlichen Ende der Grünanlage westlich des Prinzessinnenpalais (ehemaliges Operncafé), dem östlichen Teil des Bebelplatzes, wieder aufgestellt. Dabei wurde der Sockel gekürzt und die Inschrift der Tabula: "FRIEDRICH WILHELM IV / DEM FELDMARSCHALL / GRAFEN V. GNEISENAU / IM JAHRE MDCCCLV" durch "GNEISENAU" ersetzt. Das nach Schinkels Entwurf analog zum Blücherdenkmal geschaffene Eisengitter ist verschollen. Die Bronzen wurden zuletzt 2008 durch die Werkstatt Bernd M. Helmich saniert und am 29.10.2008 auf dem durch die Fa. Der Steinhof - Andreas Rentmeister - sanierten Granitsockel wieder aufgestellt (Jörg Kuhn).

Maße

(Standbild)
Höhe
(Sockel)
Höhe

2.72 m

3.83 m, ursprünglich

Verwendete Materialien

Bronze (Plastik) (Materialarchiv)
Bronze (Reliefs) (Materialarchiv)
(Materialarchiv) , rötlich

Technik

gegossen (Plastik)
behauen (Sockel)
geglättet
gegossen (Reliefs)
eingelassen

Inschriften

Inschrift (gegossen)
am Sockel
»GNEISENAU«

Zustand

gut (gesamt, 2009)
Abplatzungen (Sockel, 2009), klein und vereinzelt
beschmiert (2009), Rückseite

Vollständigkeit

unvollständig, Eisengitter des ursprünglichen Sockelentwurfes von Schinkel fehlt


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