Brunnen der Völkerfreundschaft

Brunnen der Völkerfreundschaft

Foto: Detlev Pietsch, 2008, CC-BY-4.0

Zentral auf dem Alexanderplatz erhebt sich der aus einem äußeren und einem inneren Wasserbecken bestehende Brunnen. Das kreisrunde äußere Brunnenbecken hat einen Durchmesser von 23 Metern und ist mit Hartgestein verkleidet. In dem höher liegenden inneren Becken stehen 17 in der Höhe gestaffelte, spiralförmig angeordnete Kupferblechpfeiler, die rhombenförmige Schalen tragen. Zwischen den Metallstützen verläuft ein Kupferband mit eingelassenen farbigen Glaskristallen Die Außenwand des inneren Beckens ist mit einem Emaille-Fries verziert, welcher mit farbenfrohen Pflanzen- und Tiermotiven versehen ist, dazwischen abstrakte Kupferblechblüten als Wasserspeier. In den 17 großen Schalen sprudeln Fontainen empor, zugleich läuft das Wasser von den oberen Schalen in die darunter liegenden und in das innere Wasserbecken. Über die Kupferblechblüten an der Außenseite des inneren Beckens gelangt Wasser in das äußere Wasserbecken.

Der Schmuckbrunnen setzt durch seine friedlichen, folkloristischen Motive und den symbolischen Gehalt des von Schale zu Schale erfolgenden Wasserverlaufs die Idee des „Brunnen der Völkerfreundschaft“ überzeugend um (Nicola Vösgen).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Womacka, WalterKünstler_In1970
Fa. Hans Joachim KunschKunstschmiede
Objektgeschichte
Dem Maler, Grafiker und Schöpfer zahlreicher architekturgebundener Arbeiten Walter Womacka war 1968 die Leitung der künstlerischen Ausgestaltung des Neubaukomplexes Berlin-Alexanderplatz übertragen worden. Bereits in den ersten Planungen 1968 war die Schaffung des Brunnens der Völkerfreundschaft, ebenso wie die Weltzeituhr, vorgesehen. Der Entwurf für den Brunnen entstand 1969/70. Die Ausführung erfolgte durch den Metallgestalter und Kunstschmied Hans-Joachim Kunsch. Am 07. Oktober 1970, dem 21. Gründungstag der DDR, wurde der Brunnen auf dem Alexanderplatz, zwischen dem neuen Warenhaus, dem Hotel „Stadt Berlin" und dem Berolina-Haus feierlich eingeweiht. Abends war der Brunnen von 50 Scheinwerfern angestrahlt. 2002 ist der Brunnen durch die Kunstschmiede-Werkstatt von Hans-Joachim Kunsch saniert worden, 2007 wurde die seit Ende der 1970er Jahre defekte Unterwasser-Beleuchtung wieder hergestellt (Nicola Vösgen). verwendete Quelle: (https://www.kunsch-metallbau.de/referenzen/berlin-alexanderplatz-brunnen-der-voelkerfreundschaft/)
Maße
gesamtHöhe6.2 m
Äußeres BeckenDurchmesser22 m
Verwendete Materialien
VerkleidungHartgestein
Glas, Kristalle
Kupferblech
Email (Beschichtung)
Keramik
PfeilerKupferblech
SchalenKupferblech
Stahl, Verstärkung
Technik
Pfeilergetrieben
Verkleidungemailliert
geformt
gebrannt
appliziert
ZustandZeitpunkt
gesamtgut
beschädigt, Spuren von Vandalismus
Fugenschadhaft, teilweise
beschmiert2020
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Trost, Heinrich: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Bezirk Mitte, Ortsteil Mitte, 2003.
  • Köcher, Romy: Plastiken, Denkmäler, Brunnen im Bezirk Mitte: ausführliches Verzeichnis mit kunstwissenschaftlichen Anmerkungen und restauratorischen Kurzgutachten, Berlin, 1993, S. 8.
  • Hoffmann, Raimund: Neue Brunnen schmücken unsere Städte. Betrachtungen zur Brunnenkunst in der DDR, in: Bildende Kunst, 1974, S. 442.
  • Breitenborn, Dieter: Berliner Wasserspiele, 1974, S. 10.
  • Ausstellung 1958.09.01-1958.12.01, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen/Albertinum: VII. Deutsche Kunstausstellung Dresden - Bildende und angewandte Kunst, Dresden, 1972, S. 63.

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