Artemis

Artemis

Diana von Gabii, Satyr, Faun des Praxiteles
Foto: Susanne Kähler, 2004, CC-BY-4.0

Auf schlichten rechteckigen Sandsteinsockeln in der Gestalt von Sockeln des 19. Jahrhunderts stehen am östlichen Ende des Gutsgartens vor dunklen Hecken zwei Figuren aus weiß lackiertem Aluminiumguss. Zwischen den Figuren führt ein Weg vom Gutsgarten in den dahinter liegenden Bereich des Gutsparks entlang der Buckower Straße. Bei beiden Figuren handelt es sich um Kopien nach Antikenkopien des 19. Jahrhunderts. Die eine Figur stellt die Göttin der Jagd, Artemis (römisch: Diana), dar. Nach dem Fundort der antiken Figur wurde das antike Bildwerk „Diana von Gabii“ genannt. Auf rechteckiger Plinthe steht, angelehnt an eine baumgestaltige Stütze, eine ideal gebildete junge Frau mit locker zurückgesetztem linken Spielbein. Ihr fein gefälteltes antikes Gewand wird unterhalb der Brust und unterhalb der Hüfte geschnürt. Ein Umhang, den die Göttin mit ihrer rechten Hand auf der Schulter befestigt, fällt, gehalten mit der linken Hand, über die linke Körperhälfte bis auf Kniehöhe herab (bei der antiken Figur griff vermutlich die rechte Hand über die Schulter einen Pfeil aus dem rücklings umgeschnürten Köcher). Das sehr fein formulierte Gesicht unter der streng nach hinten gebundenen und dort verknoteten Haartracht ist leicht zur rechten Körperseite gewendet. Die andere Figur zeigt, ebenfalls auf rechteckiger Plinthe, einen in lässiger Haltung an einem Baumstumpf angelehnten Satyr (sogenannter „Faun des Praxiteles“). Sein rechter Ellenbogen ruht auf der Baumstütze auf. Der bis auf ein schräg über den Oberkörper geschlungenes Pantherfell unbekleidete, weitgehend ideal gebildete Satyr hat ein volles weiches Gesicht und dichte kurzsträhnige Haare, die perückenartig auf seinem Kopf sitzen.

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Starcke, DietrichWerkstatt1994-1995
Sockel
Starcke, HansWerkstatt
Sockel
Fa. KraasGießerei
Datierungshinweise
Kopien von Anitkenkopien des frühen 19. Jh., Aufstellung im März 1995
Verwendete Materialien
SockelSandstein
FigurenAluminium
Technik
Sockelbehauen
Figurengegossen
lackiert, weiß
Inschriften
Bezeichnung
auf der Plinthe
BILDGIESSEREI KRAAS
ZustandZeitpunkt
gesamtbeschmiert2004
zerkratzt2004
beklebt2004
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Schnell, Wolfgang: Tempelhof. Bauten, Straßen, Plätze als Zeugen der Geschichte. Ausstellungskatalog., 1992, S. 16-17.

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