Hotel & Geschäftshaus Unter den Linden 17

Gebäude mit baugebundener Kunst

Hotel & Geschäftshaus Unter den Linden 17

Baugebundene Kunst (2)

Die Fassade des Eckgebäudes Unter den Linden 17 ist mit zahlreichen Balkonen und Erkern ausgestattet. Auffällig sind die vielen und großen Fenster, die die Fassade schmücken. An dem Dach befinden sich zwei Türme. In der Fassadengestaltung vereinen sich Elemente aus verschiedenen Stilepochen. So ist die Fassade mit Reliefs von floralen Elementen und Tieren wie Adler und Affen verziert. (Rieke Fender)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Gause, Carl (Architekt:in)
1902

Objekt­geschichte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwarb der Kaufmann Anton Sala das Vorgängergebäude. In den folgenden Jahren blieb dieses Gebäude in der Familie Sala und wurde 1830 als Gasthof Meinhardt dokumentiert. Ab dem Jahr 1867 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wechselte der Besitzer dreimal. Darunter August Magdolf, die Aktiengesellschaft Aktien-Bauverein Passage und schließlich Bernhard Seifert. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gebäude als das Hotel du Nord bekannt. Nach dem Tod ihres Mannes wird Amalie Seifert Eigentümerin des Hotels. Diese verkauft das Hotel 1902 an die Carlton Hotel und Restaurant Astoria GmbH. Das Gebäude wurde vollständig abgerissen und es entstand ein Neubau des Architekten Carl Gause. Gause hatte später auch das Hotel Adlon entworfen, welches jedoch erst nach seinem Tod fertiggestellt wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde. Nach 1918 wurde das Gebäude von der Disconto Gesellschaft genutzt. In den dreißiger Jahren beherbergt das Gebäude das Reichsarbeitsministerium und änderte die Hausnummer von der 32 zu der 17. Das ehemalige Hotel überlebte den Zweiten Weltkrieg mit nur wenigen Schäden. Einige Jahre nach dem Krieg wird das Gebäude für kurze Zeit von dem Café Kranzler genutzt. Heutzutage befindet sich das Microsoft Atrium in dem Gebäude. Die Fassade wurde 2001 sandgestrahlt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. (Rieke Fender)


Ihre Information ist gefragt

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Kapazitätsgründen nur in Ausnahmefällen und ausschließlich bei wissenschaftlichem Interesse Fachfragen zur Bildhauerkunst beantworten können.