Wolf und Storch

Wolf und Storch

Foto: Susanne Kähler, 2011, CC-BY-4.0

In Zentrum einer in die Rasenfläche hineingeschobenen, mit Waschbetonplatten gepflasterten Fläche steht, etwas abgesenkt, auf einem mit kleinen Pflastersteinen bestückten rechteckigen Bereich der rechteckige Klinkersockel der bronzenen Brunnengruppe „Wolf und Storch“ von Stefan Horota. In die Pflasterung eingelassen sind zwei Eisengitterabdeckungen von Wasserabflüssen. Der Sockel hat einen hervorkragenden Abschluss, die auf ihm platzierte Figurengruppe steht auf einer rechteckigen Plinthe. Der Wolf ist auf den Hinterpfoten sitzend, den Körper senkrecht nach oben gestreckt, dargestellt. Der Kopf ist in den Nacken gelegt, das Maul weit aufgerissen. Um sich zu stützen hält er die langen Beine des vor ihm stehenden Storches mit den Vorderpfoten umklammert. Der Storch – er trägt einen Zwicker auf dem Schnabel – sticht mit gestrecktem Hals und senkrecht nach unten führendem Schnabel in den geöffneten Schlund des Wolfes. In diesem Schlund befindet sich der Wasserauslauf, aus dem – bei Betrieb des Brunnens – das Wasser in Form einer kleinen Fontäne nach oben spritzt (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Horota, StefanKünstler_In1968-1970
Datierungshinweise
Aufstellung 1973
Objektgeschichte
Seit 1957 fand im spreeseitigen Teil des Treptower Parks in den Sommermonaten die Ausstellung „Blume und Plastik“ statt, in der Werke von Künstlern aus der DDR aber auch aus osteuropäischen Ländern (Polen, Ungarn, UdSSR) gezeigt wurden. Einige der aufgestellten Plastiken und Skulpturen blieben erhalten. Die volksnah gestaltete Brunnenplastik entstand 1968 auf der literarischen Grundlage der Fabel von Jean de La Fontaine „Wolf und Storch“ folgenden Inhalts: Der Wolf bat den Storch um Hilfe, ihm einen Knochen aus dem Hals zu ziehen, der ihm beim Verschlingen seiner Beute dort steckengeblieben war. Statt der versprochenen Belohnung wies der Wolf nach seiner Rettung darauf hin, es sei doch Belohnung genug, dass der Wolf den Storch am Leben lassen würde. Stefanie Endlich und Bernd Wurlitzer (1990, S. 347) weisen auf weitere Güsse der Gruppe in Hohenschönhausen (Konrad-Wolf-Straße, Ecke Manetstraße) und Prenzlauer Berg (Ostseestraße, Ecke Prenzlauer Allee) hin. Der in Hohenschönhausen lebende Künstler Stefan Horota war in Berlin-Weißensee Schüler von Theo Balden und Heinrich Drake. Die Aufstellung im Treptower Park erfolgte 1973 (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).
Maße
SockelHöhe0.7 m
Breite0.95 m
Tiefe0.75 m
GruppeHöhe1.2 m
Breite0.6 m
Tiefe0.4 m
Verwendete Materialien
PlastikBronze
Eisen
SockelKlinker
Technik
Plastikgegossen
Sockelgemauert
montiert
ZustandZeitpunkt
außer Betrieb, Rohr verbogen und verstopft2011
korrodiert2011
Riss, Vorderpfote des Wolfs2011
verschmutzt2011
biogener Bewuchs2011
verkalkt
biogener Bewuchs2011
Vollständigkeit
unvollständigkein Brunnenbetrieb

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 347.
  • Goder, Ernst: Plastiken, Denkmäler, Brunnen in Berlin: Gesamtverzeichnis, Katalog, Berlin, 1993, S. 77.
  • Weißpflug, Hainer: Treptow-Köpenick, 2009, S. 644.
  • Weidner, Klaus: Plastiken, Denkmäler und Brunnen in Berlin, Bezirk Treptow (Katalog 1993), Berlin, 1993, S. 34.

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