Urania-Weltzeituhr

Urania-Weltzeituhr

Plastik aus Stahl und geätzten Aluminiumplatten auf Säule mit zweiteiligem Aufsatz aus Uhrenkörper und Planetenmodell. Die Weltzeituhr oder Urania-Weltzeituhr steht auf einer tragenden Säule, in die die Weltkarte reliefartig eingeätzt ist. Vier runde Uhren mit Aluminiumrahmen sind oberhalb der Weltkarte an die Säule montiert. Darüber dreht sich das in horizontaler Anordnung aus 24 rechteckigen, rötlichbraun emaillierten Platten gefügte „Zifferblatt“ mit den vergoldeten Ziffern zwischen zwei ebenfalls aus Einzelplatten geschweißten, silbernen Aluminiumscheiben. Feine vertikale Streben stützen den Aufbau und überbrücken die zurückgesetzte Mittelzone. Die Platten tragen die aus ausgestanzten Lettern gefügten Städtenamen gleicher Zeitzonen der Erde. Fällt die Sonne auf das Objekt, leuchtet der unterste Städtename der oberen Zylinderscheibe mit Licht gemalt auf dem goldenen Quadratfries, der die Ziffern oben und unten begleitet. Oberhalb der oberen Stahlscheibe tritt die Säule nur noch als dunkler Rundmast in Erscheinung. Er endet in einer silbernen Kugel, die für die Sonne unseres Sonnensystems steht. Von dieser Kugel streben vier dunkle Stahlstreben weg, die das monumentale Planetenmodell mit seinen kreisförmigen Planetenlaufbahnen aus Stahlbändern und die zugehörigen stählernen Planetenkörper stützt (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Kunsch, Hans-JoachimKunstschmied1968-1969
John, ErichDesigner
Datierungshinweise
Einweihung 07.10.1969
Objektgeschichte
Die 1968/1969 realisierte Urania-Weltzeituhr entwarf der Industriedesigner Erich John im Zusammenhang mit der „sozialistischen“ Neugestaltung Alexanderplatzes unter der künstlerischen Leitung von Walter Womacka. John leitete die Herstellung des Kunstobjekts, an dessen Fertigung Kunstschmiede unter Leitung von Hans-Joachim Kunsch und, bei der Uhr, die VEB Wasseraufbereitungsanlagen Rathenow und die Rathenower Optischen Werke (ROW) beteiligt waren. Der Boden unterhalb des 16 Tonnen schweren Kunstwerks war ursprünglich mit einem Mosaik in Form einer Windrose gestaltet. Die Einweihung fand am 7.10.1969 statt (Jörg Kuhn).
Maße
gesamtGewicht16 Tonnen
Höhe10 m
Verwendete Materialien
gesamtAluminium
Gold
Stahl
Technik
Technik
gesamtgeätzt
geschweißt
vergoldet
gegossen
montiert
ZustandZeitpunkt
gesamtverschmutzt2009
allgemeingut2009
Aluminiumplattelocker, einzelne2009
Sockelbeschmiert2009
zerkratzt2009
Vollständigkeit
unvollständigMosaike der Bodengestaltung fehlen

  Nachweise

  • Trost, Heinrich: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Bezirk Mitte, Ortsteil Mitte, 2003.

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