Seitigkeiten

Seitigkeiten

Foto: Susanne Kähler, 2003, CC-BY-4.0

Das Objekt „Seitigkeiten“ von Volker Bartsch am Kulturforum besteht aus zwei etwa gleichgroßen Blöcken mit annährend rechteckiger Kontur. Der südliche Block ist, bei Belassung von Gussrissen und Gussnähten aus grünschwarz patinierter Bronze gegossen und zeigt eine durch gering tiefe Vor- und Rücksprünge gestaltete Oberfläche, die durch die nicht plane Formulierung der Blockseiten zusätzlich belebt wird. Der nördlich nach einem bewusst belassenen Freiraum anstoßende, gelblichbräunliche Granitblock nimmt die Oberflächengestaltung des Stahlblock auf, insbesondere das zweifach zu findende Motiv einer Blendtür, ein charakteristisches Motiv der Plastiken von Bartsch um 1990. Die Oberflächen des Granitblocks sind leicht bossiert belassen. Durch die Verschmutzung der polierten Bronzeoberfläche ist der vom Künstler beabsichtigte Spiegeleffekt nicht mehr erlebbar. Ursprünglich spiegelte sich das Granitmaterial, soweit es poliert ist, in der polierten Oberfläche des Metalls. Auf diesen heute nicht mehr erlebbaren Effekt bezieht sich auch der Titel der Plastik „Seitigkeiten“. (Susanne Kähler/Jörg Kuhn)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Bartsch, Volker (Künstler:in)
1988

Objekt­geschichte

Das Objekt von Bartsch gehört zu einer Gruppe von plastischen Kunstwerken verschiedener Künstler, die 1988 im Rahmen eines Bildhauersymposions mit dem Titel „E88 Berlin – Kulturhauptstadt“ auf der westlichen Hälfte des 1998 nach dem Wettbewerbsentwurf des Münchner Landschaftsplanungsbüros Valentin & Valentin neu gestalteten Platzes westlich der Potsdamer Straße auf dem Kulturforum aufgestellt worden sind. Im Rahmen der Bebauung des Platzes mit einem neuen Museum werden die dort aufgestellten Kunstwerke abgebaut werden. Bei der Skulptur "Seitigkeiten" fehlt seit ca. 2017 die bronzene Hälfte des Objekts.

Maße

(gesamt)
Höhe
Breite
Tiefe

1.4 m
3 m
1.3 m

Technik

behauen
gegossen
poliert, teilweise

Zustand

verschmutzt (2003), leicht
fragmentiert (2017), Bronzeteil fehlt
abgebaut (2019), um 2019

Vollständigkeit

unvollständig, Bronzeteil fehlt seit etwa 2017

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