Porträtrelief Lesser Ury

Porträtrelief Lesser Ury

Foto: Layla Fetzer, 2020, CC-BY-4.0

Das Porträtrelief, welches 1976 von dem Bildhauer Heinz Spilker geschaffen wurde, befindet sich am nördlichen Ausgang am U-Bahnhof Nollendorfplatz. Die rechteckige Relieftafel aus patinierter Bronze ist vertikal ausgerichtet. Sie misst circa 1m in der Höhe, 0,75 m in der Breite und 2 cm Tiefe. Dargestellt ist der Maler und Grafiker Lesser Ury (1861-1931) in seinem Atelier. Er lebte und arbeitete von 1920 bis zu seinem Tod 1931 am Nollendorfplatz. Lesser Ury ist auf der rechten Bildhälfte in einem Lehnstuhl sitzend an seiner Staffelei dargestellt. In der Hand hält er als Attribute eine Farbpalette und Pinsel. Die Staffelei steht vor einer großen, rückseitig dargestellten Leinwand, die vermutlich vor dem Fenster lehnt, welches von einem Vorhang verdeckt wird. Rechts hinter der Staffelei steht ein Bett vor der Wand und dahinter in der Zimmerecke auf einem Sockel befindet sich eine kleine figurative Plastik. Von der Decke hängt eine zweiarmige Gaslampe. Im Bildhintergrund befindet sich über dem Kopf des Malers ein Bild im Bild, auf dem vermutlich das Monopol Theater am Nolldendorfplatz skizziert ist. Am unteren Rand der Tafel befindet sich eine gegossene Inschrift in Majuskeln, die an den Künstler und seinen Wohn- und Wirkungsort erinnern soll. Das Bronzerelief weist leichte Oxidationsspuren auf. Außerdem sind Teile der Tafel beschmiert. (Layla Fetzer)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Spilker, Heinz (Künstler:in)
1976

Objekt­geschichte

Die Relieftafel wurde 1976 von dem Bildhauer Heinz Spilker (*1927) geschaffen. Sie stellt ein Porträt zur Erinnerung an den Maler und Grafiker Lesser Ury (1861-1931) dar, der von 1920 an bis zu seinem Tod während des 2. Weltkrieges in Berlin am Nollendorfplatz lebte und arbeite. Am 16.10. 1976 wurde die Porträttafel neben dem Ausgang des U-Bahnhofs enthüllt. Heinz Spilker war Meisterschüler der Bildhauerin Renée Sintenis an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Schwerpunkt seines Schaffens war die realistische Gestaltung von Porträts und Plastiken für den öffentlichen Raum (Layla Fetzer).

Maße

(Relieftafel)
Höhe
Breite
Tiefe

1.02 m
0.75 m
0.02 m

Verwendete Materialien

Bronze (Relieftafel) (Materialarchiv)

Technik

gegossen (Relieftafel)

Inschriften

Inschrift (gegossen)
unterhalb des Porträtreliefs
»LESSER URY – EIN HAUPTMEISTER DER BERLINER SECESSION – ER LEBTE UND WIRKTE VON 1920 BIS ZU SEINEM TODE IN DEM IM II. WELTKRIEG ZERSTÖRTEN HAUS – NOLLENDORFPLATZ 1.«

Signatur (eingeritzt)
am rechten unteren Bildrand
»H. Spilker 76«


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