Ponyhengst

Ponyhengst

Shetlandpony
Foto: Susanne Kähler, 2011, CC-BY-4.0

Auf einem rechteckigen Betonsockel, der mit rötlich gefärbten Betonriemchen verkleidet ist, und rötlicher (teils grau ergänzter) Betondeckplatte, steht auf einer rechteckigen Plinthe die Bronzefigur eines Ponyhengstes. Die Figur ist deutlich unterlebensgroß. Das Tier steht in ruhiger Haltung, der Kopf ist stark nach rechts gewendet. Die Oberfläche ist summarisch gestaltet, die Körperformen sind betont kompakt widergegeben. Auf der Plinthe rechts trägt die Figur einemonogrammierte Bezeichnung (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Drake, HeinrichKünstler_In1958-1959
Datierungshinweise
zwischen 1961 und 1964 aufgestellt
Objektgeschichte
Der Bronzeplastik mit dem Titel „Ponyhengst“ von Drake gingen (so die Schilderung des Biografen Liebau, 1974, S. 48) mehrere Darstellungen eines Shetlandponys voraus. In den Jahren 1934-1935 schuf Heinrich Drake ein Pony aus Gips, das später bei einem Transportunfall zerstört wurde. Dieses Pony war „ … kleiner in den Abmessungen, etwas bewegter in der Haltung und kontrastreicher in der Modellierung von Schwanz und Mähne.“ 1958 schuf Drake in Anlehnung an diesen Gips einen 1 m großen Ponyhengst aus Untersberger Marmor, der sich im Besitz des Künstlers befand. 1961 folgten fünf Bronzegüsse dieser Tierfigur, die in fünf Städte verteilt wurden. Neben der Oberschule in Berlin-Johannistal wurde ein Exemplar im Magdeburger Zoo aufgestellt, ein Pony wurde Bestandteil der Internationalen Gartenbauausstellung Erfurt, die Räte der Städte Potsdam und Rostock-Warnemünde erhielten jeweils ein Exemplar. Das Pony ist aufgrund der langen Vorgeschichte als frühe Tierplastik des Bildhauers Heinrich Drake anzusehen. Die Ausführung in Bronze und die Aufstellung der Plastik erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der aus Detmold stammende Drake Professor an der Kunsthochschule in Weißensee, Nationalpreisträger der DDR und Mitglied der Akademie der Künste war (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).
Maße
FigurHöhe1 m
Verwendete Materialien
FigurBronze
SockelBeton
Technik
Figurgegossen
Inschriften
Bezeichnung (gegossen)
auf der Plinthe rechts
HD
ZustandZeitpunkt
gesamtverschmutzt2011
Patinaberieben, Ohren, Bein vorne links2011
Sockelbiogener Bewuchs2011
abgebrochen, Kanten, Riemchenplatten2011
ergänzt, in grauem Beton2011
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 344.
  • Liebau, Hans: Heinrich Drake : Leben u. Werk, Dresden, 1973, S. 23, 38-39, 176. WVZ Nr. 53b
  • Weißpflug, Hainer: Treptow-Köpenick, 2009, S. 523.

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