Luckner-Kreuz

Luckner-Kreuz

Foto: Susanne Kähler, 2012, CC-BY-4.0

Das hohe Monument aus grauem und rotem Sandstein hat einen quadratischen, zweistufigen Unterbau. Darauf ruht der mehrzonige Sockel auf, der das mächtige Kreuz trägt. Die Kreuzbalkenenden sind als stilisierte Palmetten ausgebildet. Im Kreuzungspunkt ist ein Porträttondo mit dem Kopf Christi eingelassen. Der Christuskopf variiert den Kopf der berühmten Christus-Statue Thorvaldsens für die Kopenhagener Frauenkirche. Das Kreuz weist einige vertieft angelegte Inschriften auf (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
UnbekanntKünstler_In1874
Datierungshinweise
Einweihung am 22.11.1874
Objektgeschichte
Vermutlich zwischen 1836 und 1843 wurde auf dem „Begräbnisplatz an der Hasenheide“, der Keimzelle des heutigen Friedhofes, ein eisernes Kreuz als zentrales Gedenkmonument aufgestellt (vgl. Schütze, 1986, S. 18-20). In den 1870er Jahren war es offenbar so beschädigt, dass ein Ersatz notwendig wurde. Als Stiftung des Grafen A. F. von Luckner wurde ein neues Kreuz aus Sandstein gearbeitet und am 22.11.1874 eingeweiht. 1876-1877 wurde nach einem Entwurf von Hubert Stier (1838-1907), der möglicherweise auch das Kreuz entworfen hat, für die Familie Grafen von Luckner ein Mausoleum auf dem Neuen Garnisonfriedhof errichtet (vgl. Berlin und seine Bauten, Bd. 1, Berlin 1877, S. 111-112). Es dürfte sich bei dem Stifter des Kreuzes und bei dem Bauherrn des Mausoleums um dieselbe Person handeln. Dies ist Adam Ferdinand Graf von Luckner (Wandsbeck 21.01.1803 - 23.07.1877 Berlin), Herr auf Schloss Neuhausen bei Königsberg/Ostpr. und den Gütern Klein-Heide, Schmeckenkrug und Trausitten in Ostpreußen, Sohn des Dänischen Gesandten Ferdinand Graf von Luckner (1762-1815), Erbherr auf Depenau, Tüschenbeck und Löhndorf, und der Hedwig Sophie geb. von Brömbsen (1776-1838). In dem Mausoleum wurde neben Graf Luckner auch seine Frau Molly Pauline geb. Meyer, Tochter eines Justizrates, beigesetzt (Jörg Kuhn).
Maße
Höhe5 m
Verwendete Materialien
Sandstein, hellgrauer und rötlicher Sandstein
AusflickungenKunststein
Technik
behauen
zusammen gefügt
Inschriften
Inschrift (gemeißelt)
am Sockel vorne
Den gefallenen Kriegern / zum ehrenden Gedächtniss
Inschrift (gemeißelt)
am Sockel, rechte Seite
Den Hinterbliebenen / zum gläubigen Troste.
Inschrift (gemeißelt)
am Sockel, linke Seite
Dem kommenden Geschlechte / zum leuchtenden Vorbild
Inschrift (gemeißelt)
am Sockel hinten
Gestiftet am 22. Novbr. 1874. / Durch A. F. Grafen Luckner.
Inschrift (gemeißelt)
Rückseite des Christus-Tondos
Selig / sind die Todten / die in dem Herrn / sterben.
ZustandZeitpunkt
veralgt2012
biogener Bewuchs2012
alt geflickt2012
verschoben, Stufen des Unterbaus2012
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Schütze, Karl-Robert: Von den Befreiungskriegen bis zum Ende der Wehrmacht. Der Garnisonfriedhof, Berlin, 1986, S. 122-124.
  • Lesser, Katrin: Gartendenkmale in Berlin: Friedhöfe, Petersberg, 2008, S. 173, 355.

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