






Die Hängebrücke in der Nähe des Neuen Sees hat ein durch überkreuz gelegte Holzstäbe gegliedertes Geländer. An den vier Ecken der Konstruktion stehen Kalk- und Kunststeinpfosten, die gleichzeitig als Sockel der vier als plastischer Brückenschmuck dienenden Löwen fungieren. Diese auf rechteckigen Plinthen sitzenden gusseisernen männlichen Löwen halten mit dem Maul die Enden der die Konstruktion tragenden parallel geführten Drahtseile. Sie sind alle nach dem gleichen Modell gegossen, lediglich die Ausrichtung des Schwanzes variiert: die Quasten der Schwänze liegen hinter dem jeweils außenstehenden Knie. (Susanne Kähler/Jörg Kuhn)
Kategorie
Epoche
Schaffende/
Hesse, Ludwig Ferdinand (Architekt:in)
1836-1838
Tieck, Christian Friedrich (Bildhauer:in)
nicht Christian Daniel Rauch schuf die Modelle
Königliche Eisengießerei zu Berlin (Gießerei)
nicht die Firma August Borsig goss die Löwen der Ursprungsbrücke
Objektgeschichte
Brücke 1838 nach Entwürfen des Hofbauinspektors Ludwig Ferdinand Hesse (1795-1876) errichtet, als erste Hängebrücke Berlins. Brücke im 2. Weltkrieg zerstört, Löwen beschädigt. 1957 Brücke neu aufgebaut, Löwen teilweise stark ergänzt. 1987 Stahlkonstruktion verändert neu aufgebaut. 2008 gesperrt, 2014 Brücke bis auf die Löwen abgebaut. 2025 denkmalgerechter Wiederaufbau, dabei Rekonstruktion der ursprünglichen Farbigkeit: gelb, die gusseisernen Löwen bronziert.
Maße
Verwendete Materialien
Eisen (Löwen) (Materialarchiv)
Kunststein (Sockel) (Materialarchiv)
Stahl (Brücke) (Materialarchiv)
Holz (Materialarchiv)
Technik
gegossen (Löwen)
Inschriften
Tafel (gegossen, appliziert)
an der südwestlichen Kalksteinmauer, Innenseite
»DIE VIER GUSSEISERNEN LÖWEN / MODELLIERT IN DER WERKSTATT VON CHRISTIAN DANIEL RAUCH / WURDEN 1838 BEI AUGUST BORSIG / AM ORANIENBURGER TOR GEGOSSEN.«
Vollständigkeit
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