Löwenbrücke

Löwenbrücke

Foto: Susanne Kähler, 2003, CC-BY-4.0

Die Hängebrücke in der Nähe des Neuen Sees hat ein durch überkreuz gelegte Holzstäbe gegliedertes Geländer. An den vier Ecken der Konstruktion stehen Kalk- und Kunststeinpfosten, die gleichzeitig als Sockel der vier als plastischer Brückenschmuck dienenden Löwen fungieren. Diese auf rechteckigen Plinthen sitzenden gusseisernen männlichen Löwen halten mit dem Maul die Enden der die Konstruktion tragenden parallel geführten Drahtseile. Sie sind alle nach dem gleichen Modell gegossen, lediglich die Ausrichtung des Schwanzes variiert: die Quasten der Schwänze liegen hinter dem jeweils außenstehenden Knie. (Susanne Kähler/Jörg Kuhn)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Hesse, Ludwig Ferdinand (Architekt:in)
1836-1838

Tieck, Christian Friedrich (Bildhauer:in)
nicht Christian Daniel Rauch schuf die Modelle

Königliche Eisengießerei zu Berlin (Gießerei)
nicht die Firma August Borsig goss die Löwen der Ursprungsbrücke

Objekt­geschichte

Brücke 1838 nach Entwürfen des Hofbauinspektors Ludwig Ferdinand Hesse (1795-1876) errichtet, als erste Hängebrücke Berlins. Brücke im 2. Weltkrieg zerstört, Löwen beschädigt. 1957 Brücke neu aufgebaut, Löwen teilweise stark ergänzt. 1987 Stahlkonstruktion verändert neu aufgebaut. 2008 gesperrt, 2014 Brücke bis auf die Löwen abgebaut. 2025 denkmalgerechter Wiederaufbau, dabei Rekonstruktion der ursprünglichen Farbigkeit: gelb, die gusseisernen Löwen bronziert.

Maße

(Brücke)
Länge
Breite
(Löwen)
Höhe
Breite
Tiefe

173 m
2 m

134 m
74 m
16 m

Verwendete Materialien

Eisen (Löwen) (Materialarchiv)
Kunststein (Sockel) (Materialarchiv)
Stahl (Brücke) (Materialarchiv)
Holz (Materialarchiv)

Technik

gegossen (Löwen)

Inschriften

Tafel (gegossen, appliziert)
an der südwestlichen Kalksteinmauer, Innenseite
»DIE VIER GUSSEISERNEN LÖWEN / MODELLIERT IN DER WERKSTATT VON CHRISTIAN DANIEL RAUCH / WURDEN 1838 BEI AUGUST BORSIG / AM ORANIENBURGER TOR GEGOSSEN.«

Vollständigkeit

vollständig


Ihre Information ist gefragt

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Kapazitätsgründen nur in Ausnahmefällen und ausschließlich bei wissenschaftlichem Interesse Fachfragen zur Bildhauerkunst beantworten können.