Kugellenker

Kugellenker

Foto: Susanne Kähler, 2008, CC-BY-4.0

Ein blau lackiertes abgeflachtes Kugelsegment wird von einem gebogenen Gerüst aus zusammengeschweißten künstlich korrodierten Stahlteilen umfangen. Die Bewegung, die sich in der Komposition ausdrückt, ist die, dass eine Kugel durch Druck des stählernen Aufbaus nach vorne gedrückt wird (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Duschat, Klaus (Künstler:in)
1987

Datierungs­hinweise

laut Internetseite www.klausduschat.de 1985

Objekt­geschichte

Diese Skulptur steht etwas abgeschieden von den meisten Objekten des Skulpturengartens im Bereich hinter dem alten Hauptgebäude, der Erhaltungszustand hat sicherlich aufgrund der es umgebenden Bäum gelitten. Die Kombinationen von runden Elementen und Gitterteilen in einem Stahlgerüst ist typisch für diesen Abschnitt im Oeuvre von Klaus Duschat. Bei der Skulptur handelt es sich um eine Leihgabe der Berlinischen Galerie. Das Konzept zu einem Skulpturengarten auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Krankenhauses wurde bereits Ende der 1980er Jahre entwickelt und geht u. a. auf die Initiative des dort tätigen Chefarztes Professor Dr. med. Manfred L’age zurück. Maßgebliche Gedanken waren die Fragen um Trost und Genesungshilfe für Kranke und Besucher. Zeitgenössische Kunst sollte Denkanstöße während der Grenzerfahrung einer Krankheit geben. Beteilig an der Ausarbeitung waren neben L’age die Kunsthistoriker Jörn Merkert und und Eberhard Roters (Berlinische Galerie) sowie der Architekt Thomas Baumann und der Gartenarchitekt Elmar Knippschild. Finanzielle Förderung erfuhr das Projekt ab 1990 vom Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr als „baubegleitendes gestrecktes Verfahren“. Im Mai 1999 wurde der Skulpturengarten des Auguste-Viktoria-Krankenhauses eröffnet, damals stellten hier 21 Künstler aus (einige Plastiken befanden und befinden sich zusätzlich im Innenraum). Die Ausstellung wurde 2000 erweitert und hat sich seitdem vielfach verändert, einige der ursprünglichen Objekte stehen heute nicht mehr vor Ort, zahlreiche andere, hauptsächlich Leihgaben der Berlinischen Galerie und Leihgaben und Schenkungen einzelner Künstler sind hinzugekommen (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).

Maße

(Plastik)
Höhe
Breite
Tiefe

2.55 mm
1.3 m
1.2 m

Verwendete Materialien

Stahl (Figur) (Materialarchiv) , künstlich korrodiert
Beton (Sockel) (Materialarchiv)

Technik

geschweißt (Figur)
lackiert, teilweise blau
gegossen (Sockel)

Inschriften

Plakette (appliziert)
auf dem Sockel

Zustand

verschmutzt (gesamt, 2008)
korrodiert (Figur, 2008), stark
Abplatzungen (2008), des Lacks

Vollständigkeit

vollständig

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