Kriegerehrenmal

Kriegerehrenmal

Beschreibung des Denkmals: Auf einem rechteckigen Unterbau erhebt sich über einem schmalen Zwischenglied, dem eine nach oben darüber hinaus reichende Inschriftentafel (1914-1918 / 1939-1945) eingefügt ist, ein blockhafter Kubus mit oben abgerundeter Kante. In die Seiten des Mittelteils und auch in dessen Rückfront sind bronzefarbene Metallbleche vertieft eingelassen montiert, die in erhabener Schrift in enger Folge die Namen der im Krieg zu Tode gekommenen („gefallenen“), vermissten und für Tod erklärten Gemeindemitglieder tragen. Zurückgesetzt ruht auf dem Kubus ein weiterer Sockelblock, dessen Front einen Inschriftenspiegel mit einer zweispaltigen, jeweils zweizeiligen Inschrift zeigt. Dieser wenig hohe Zwischensockel fungiert quasi als Plinthe für eine kniehockende männliche Kriegerfigur, deren Attribute – Waffenrock, Schwert, Schild – antikisierend gestaltet sind, die weitgehend unbekleidete Figur zwar idealisierend formuliert ist, jedoch durch die Vergröberung und Monumentalisierung der Einzelformen „modern“ wirkt. Der nach vorne geneigte, unbehelmte Kopf mit kurzem, strähnigen Haar deutet eine Trauergeste an. Vor dem Denkmal ruht eine weitere, zur Inszenierung zugehörige, hochrechteckige Inschriftenplatte. Um das Denkmal herum befinden sich darüber hinaus mehrere kleinere Grabzeichen. (Kähler/Kuhn)

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
UnbekanntKünstler_In1923
Zuschreibung an Wilhelm Wandschneider (Bernd Ruchhoeft, Plau am See)
Datierungshinweise
1945 ergänzt
Objektgeschichte
1923 errichtet
Verwendete Materialien
SockelMuschelkalk, mit Ziegelkern
TafelnMetall, Bronzeblech?
FigurMuschelkalk
Technik
Sockelgemauert
behauen
Tafelngegossen
Figurbehauen
Inschriften
Inschriftentafel (eingefügt, erhaben)
Front
1914-1918 / 1939-1945
Inschrift (behauen)
Front
UNSEREN IM WELTKRIEGE / GEFALLENEN HELDEN / DIE DANKBARE KIRCHEN / GEMEINDE / SEI GETREU BIS AN DEN TOD, / SO WILL ICH DIR DIE KRONE DES LEBENS / GEBEN
Inschrift (behauen)
Front, obere Zone
UNTER / LEGEN / NICHT / BESIEGT
Inschriftentafeln (gegossene, erhabene Schrift)
am Objekt, seitlich und rückseitig
Namen der im Krieg zu Tode gebrachten, vermissten und verschollenen Gemeindemitglieder
ZustandZeitpunkt
gesamtverschmutzt2004
verwittert, leicht2004
Tafelnkorrodiert2004
Vollständigkeit
vollständig1945 ergänzt

  Nachweise

  • Berger, Ursel: Enthüllt: Berlin und seine Denkmäler: Zitadelle, Berlin, 2017, S. 90.

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