Kompositkapitell

Kompositkapitell

Das monumentale Kompositkapitell (eine bereits in der römischen Antike entwickelte formale „Komposition“ aus den hier jedoch schräg gestellten Voluten des ionischen Kapitells und den Akanthusblattfriesen des korinthischen Kapitells) ist aus Sandstein gearbeitet. Es handelt sich dabei nur um den oberen Teil des Kapitells. Die rechteckige Öffnung auf der Oberseite lässt erkennen, dass das Bauglied nicht massiv ist, sondern der Monolith ausgehöhlt worden ist (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
UnbekanntBildhauer1711-1713
Eosander, Johann Friedrich vonArchitektIn
Schöpfer des Entwurfs
Datierungshinweise
vom Berliner Schloss, Portal III ("Eosanderportal" zur Schlossfreiheit)
Objektgeschichte
Es handelt sich dabei nur um den oberen Teil des Kapitells. Die rechteckige Öffnung auf der Oberseite lässt erkennen, dass das Bauglied nicht massiv ist, sondern der Monolith ausgehöhlt worden ist. Ob dies bereits in der Entstehungszeit des Kapitells geschah, ist nicht ganz sicher, jedoch aus Gründen der Statik (Gewichtserleichterung) durchaus möglich. In der Zweitverwendung ist es als Blumenkübel missbraucht worden. Das zu Beginn des 18. Jahrhunderts gearbeitete Kapitell diente bis zu seinem Ausbau 1950 einer der monumentalen Säulen des von Johann Friedrich Eosander von Göthe entworfenen Portals III des Berliner Schlosses (so genanntes Eosanderportal, an der Schlossfreiheit) als krönender Abschluss unter dem Gebälk. Im Zusammenhang mit der Rekonstruktion der drei barocken Fassaden des Berliner Schlosses wurden die Spolien, darunter auch dieses Kapitellfragment, gesichtet und vermutlich davon eine Kopie hergestellt. Im März 2013 befand sich das originale Kapitellfragment (noch) im Köllnischen Park (Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
gesamtSandstein
Technik
gesamtbehauen
ZustandZeitpunkt
gesamtverwittert2009
verschmutzt2009
biogener Bewuchs2009
Fehlstellen2009
Vollständigkeit
unvollständigSpolie

  Nachweise

  • Hinterkeuser, Guido: Das Berliner Schloss : Residenz, Regensburg, 2017.
  • Peschken, Goerd: Das Berliner Schloß, Berlin, 2000.

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