Granitschale

Granitschale

Foto: Detlev J. Pietzsch, 2009, CC-BY-4.0

Monumentale Granitschale auf mehrteiligem Unterbau.

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Cantian, Christian Gottlieb (Architekt:in)
1826-1831, Fa. Cantian

Schinkel, Karl Friedrich (Beteiligte:r)
Entwurf

Datierungs­hinweise

1935 versetzt, bei der Wiederaufstellung am hist. Ort 1981 zerbrochen, geflickt

Objekt­geschichte

1826 bestellte König Friedrich Wilhelm III. bei dem Bauinspektor und Steinschleifereiinhaber Christian Gottlieb Cantian (1794-1866) eine Prachtschale aus Granit. K. F. Schinkel beabsichtigte nun, die Schale in der Rotunde des von ihm entworfenen Museums am Lustgarten aufzustellen und zwar nach dem Vorbild der römisch-antiken Granitschale in der Sala Rotonda in den Vatikanischen Museen. Cantian ließ 1827 für die Schale einen riesigen roten Granitfindling, einen der beiden eiszeitlichen „Markgrafensteine“ in den Rauhener Bergen bei Fürstenwalde, spalten und den grob vorgefertigten und einseitig ausgehöhlten Rohling bis Ende 1828 nach Berlin schaffen. Die nach dem aufwändigen Schleifen und Polieren gegenüber der ersten Planung um einiges größer geratene Schale von über 70 Tonnen Gewicht und von 22 Fuß im Durchmesser war für die Museumsrotunde zu gewaltig geraten und Schinkel erreichte 1829 beim König die Erlaubnis, die Schale vor dem Museum aufzustellen. Am 14.11.1831 konnte die monolithe Schale auf einem provisorischen Sockel aufgestellt werden. Die endgültige Übergabe der nun auf drei massiven Sockelblöcken ruhenden Schale, deren Inneres, durch die Nutzung von drei Stufensteine auf dem Standpodest (aus französischem Rose de la Clarté-Granit), eingesehen werden konnte, erfolgte am 10.11.1834. Eigentümer des 33.386 Taler teuren Werkes war nun das Kgl. Museum (heute: Staatl. Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz). 1934 wurde die Schale nördlich der Denkmalkirche des Berliner Domes aufgestellt. 1981 wurde sie an ihre ursprüngliche Stelle zurückgebracht (der Lustgarten war damals ein Teil des Marx-Engels-Platzes), wobei die von Witterungs- und Kriegsschäden betroffene Schale zerbrach und zusammengefügt werden musste (Jörg Kuhn). Zwischen 1997 und 1999 wurde die Schale erneut restauriert, wobei der graue Lausitzer Granit des Sockels durch den rötlichen Reose de la Carté-Granit ersetzt wurde (vgl.Schroeder, Naturwerksteine 2006, S.119f.)

Maße

(gesamt)
Durchmesser
Gewicht

6.9 m
70 Tonnen

Verwendete Materialien

Granit (gesamt) (Materialarchiv) , roter, Rose de la Clarté

Zustand

verschmutzt (gesamt, 2009), leicht
Abplatzungen (2009), vereinzelt
rissig (2009), alt
alt geflickt (2009), um 1981

Vollständigkeit

vollständig, nach Sanierung


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