Grabmal Ludwig Diels

Grabmal Ludwig Diels

Foto: Susanne Kähler, 2009, CC-BY-4.0

Das Grabdenkmal für den Botaniker und Forschungsreisenden Prof. Dr. Friedrich Ludwig Emil Diels (24.9.1874-30.11.1945), von 1928 bis 1945 Direktor des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums, ist aus einem Findling gearbeitet worden. In Metalllettern ist die ausnehmend nüchtern gestaltete Inschrift gebildet: „Ludwig Diels/1874-1945“. Die karge Inschrift dürfte der materialarmen Nachkriegszeit geschuldet sein. Auch die Vorstellung „nüchterner Wissenschaftlichkeit“ mag als Grund zu dieser reduzierten Gestaltung angesehen werden.
Die Grabstätte Diels, ein Ehrengrab der Stadt Berlin, wird durch eine rechteckige Grabstätte betont, umfasst mit Kantensteinen. Ein gepflasterter Pfad führt vom Erschließungsweg zur Grabstätte. Die Bepflanzung ist kleinteilig. Der Grabstein ist malerisch mit Efeu bewachsen. Der Pfad ist vermutlich erst in neuerer Zeit angelegt worden. (Jörg Kuhn)

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Unbekannt (Künstler:in)
1945

Objekt­geschichte

Nur leicht bearbeitete Findlinge sind seit 1900 vermehrt als Grabdenkmäler zu finden. Sie entsprachen dem Naturbedürfnis einer technisierten und industrialisierten Gesellschaft. Sie sind besonders auf Park- und Waldfriedhöfen zu finden. Die Wahl eines naturnah gestalteten Grabdenkmals für einen Botaniker und für eine Aufstellung innerhalb einer künstlich und künstlerisch gestalteten Parklandschaft scheint plausibel. (Jörg Kuhn)

Verwendete Materialien

Granit (Grabmal) (Materialarchiv) , Findling
Metall (Lettern) (Materialarchiv)

Technik

geglättet (Findling)
gegossen (Lettern)
appliziert

Inschriften

Lettern (gegossen und appliziert)
Front
»Ludwig Diels / 1874-1945«

Zustand

biogener Bewuchs (Grabmal, 2009)
korrodiert (Lettern, 2009)

Vollständigkeit

vollständig

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