Gänsejunge

Gänsejunge

Gänsehüter

Foto: Susanne Kähler, 2013, CC-BY-4.0

Hinter dem Krankenhaus-Altbau an der Fröbelstraße ist eine gartenähnliche Grünanlage zu finden. Das in der mittleren Achse angelegte Rasenquartier wird an seiner zum Gebäude liegenden Seite, an der rechten Ecke, durch einen kleinen Brunnen geschmückt. Auf einem kleinen, rechteckigen, mit Kunststeinplatten belegten Platz steht das polygonale Brunnenbecken. Das Becken wird rückseitig durch ein Sockelelement erweitert, das der Bronzegruppe auf Träger dient. Das blütenkelchartig nach unten zu gerundete Becken und der Sockelteil sind unten im Fußbereich umlaufend eingezogen ausgebildet. Die Bronzegruppe baut sich über einer mit Naturrelief gestalteten, rechteckigen Plinthe auf. Dargestellt ist eine Kindergruppe, bestehend aus einem unbekleideten stehenden Knaben und einem unbekleideten sitzenden Mädchen. Beide Kinder haben durch ihre speckig-runden Gliedmaßen eine puttenhafte Anmutung. Hinter dem Knaben befindet sich als eine Art Stütze ein niedriger Baumstumpf, auf dem ein Frosch sitzt. Der Knabe hält mit beiden Händen eine Gans fest, deren Kopf sich geneigt nach vorne reckt. Im Schnabel sitzt ein Wasseraustritt. Der Kopf des Knaben ist dem Tier zugeneigt. Das mit übereinander gesetzten Füßen sitzend rechts neben dem Knaben sitzende Mädchen hält ebenfalls mit beiden Armen eine Gans, deren Schnabel ebenfalls einen Wasseraustritt birgt. Durch die unterschiedliche Höhe der Anbringung der Wasseraustritte und durch die Stellung der Tierköpfe kommt es zu einer sehr effektvollen Kreuzung der beiden Wasserstrahlen, bevor sie in das Becken plätschern. Die Bronzegruppe erscheint in Kombination mit dem Brunnenbecken etwas zusammengesetzt. Die Formulierung der gesamten Gruppe hat etwas altmodisch-neubarockes, wobei die Kinderkörper gut und naturnah beobachtet und formuliert sind (Jörg Kuhn).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Schimmelpfennig, Oswald (Künstler:in)
1939

Fa. E. Barth (Gießerei)
der Gänsehütergruppe

Datierungs­hinweise

2000 in den Garten des Krankenhauses an der Fröbelstraße 15 versetzt

Objekt­geschichte

2000 wurde der Brunnen in den Garten des Krankenhauses an der Fröbelstraße 15 versetzt und zwar in den Patientengarten.

Verwendete Materialien

Bronze (Plastik) (Materialarchiv)
Muschelkalk (Brunnenbecken) (Materialarchiv) , oder Kunststein?
Kunststein (Fundament) (Materialarchiv)

Technik

gegossen (Plastik)
behauen (Brunnenbecken), oder gegossen?
geglättet
eingelassen (Fundament)

Inschriften

Bezeichnung (gegossen)
an der Plinthe
»Oswald Schimmelpfennig / Berlin 1939«

Bezeichnung (gegossen)
an der Plinthe
»GUSS ERWIN BARTH, CHLBG.«

Zustand

verschmutzt (Plastik, 2013), leicht
bestoßen (Beckenrand, 2013)
veralgt (Brunnenbecken, 2013)

Vollständigkeit

vollständig


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