Freiarchenbrücke

Gebäude mit baugebundener Kunst

Freiarchenbrücke

Oberfreiarchenbrücke

Ansicht von Süden. Foto: Nicola Vösgen, 2022, CC-BY-4.0

Baugebundene Kunst

Die Obere Freiarchenbrücke überquert den Flutgraben des Landwehrkanals, hier verlief im 19. Jahrhundert die Stadtgrenze Berlins, heute die Bezirksgrenze zwischen Kreuzberg und Treptow.
Es handelt sich um eine zwischen zwei Auflagern gespannte eiserne Balkenbrücke mit einer Spannweite von ca. 7 Metern. Die Auflager der Brücke sind mit gelben Ziegeln verblendet und an den Blockecken durch Werksteineinfassungen aus hellem Stein akzentuiert. In den Ansichtsflächen der Flügel sind figürliche Relieftafeln angebracht. Die schlichten schmiedeeisernen Brückengeländer tragen mittig Kartuschen mit Namen und Baujahr der Brücke (Nicola Vösgen).

Fakten

Werkdaten

Schaffende/Datierung

Zander, Willy (Architekt:in)
1893-1894, Entwurf

Stahn, Otto (Architekt:in)

Objekt­geschichte

Die hölzerne Klappenbrücke von 1852 ist am Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Neubau ersetzt worden. Anlass war die Ausrichtung der Berliner Gewerbeausstellung, die 1896 vor den Toren Berlins auf dem Areal des heutigen Treptower Park stattfand. Für die in diesem Zusammenhang erwarteten Besucherströme erschien die alte, bedeutend schmalere Brücke nicht ausreichend. Der Entwurf stammt von dem Königlichen Regierungsbauführer Willy Zander (Städtische Bau-Deputation), der künstlerisch verantwortliche Architekt war Otto Stahn. Die Ausführung erfolgte 1893/94 durch die in der Pankstraße ansässige „Fabrik für eiserne Brücken“ E. Belter & Schneevogl. An der Brücke befindet sich eine kleine Schleuse (altdt. Arche), die einen Niveau-Unterschied von 20 cm zwischen Spree und Landwehrkanal überbrückt, daher resultiert die Brückenbezeichnung. Während der Teilung Berlins lag die Brücke unmittelbar an der Sektorengrenze im West-Berliner Bezirk Kreuzberg und war seit 1961 für den Verkehr gesperrt. Nach der Maueröffnung wurde die Brücke 1991 wieder instand gesetzt (Nicola Vösgen).


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