In dem westlichen Giebelfeld am Neuen Museum sind sieben Figuren dargestellt, die Personifikationen der Kunst und des Kunstgewerbes darstellen.
Darunter steht die Inschrift: ARTEM NON ODIT NISI IGNARUS (Nur der Unwissende verachtet die Kunst) (Nicola Vösgen).
Standort
Kategorie
Epoche
Bezirk/Ortsteil
Schaffende/
Stüler, August (Bildhauer:in)
1854-1856, Vermutung Entwurf
Kiss, August Karl Eduard (Bildhauer:in)
Modelle
Zinkgießerei Moritz Geiss (Ausführende:r)
Ausführung in Zinkguss
Objektgeschichte
Dem Bildhauer August Kiss waren am 26. Februar 1855 die Modellarbeiten für das westliche Giebelfeld übertragen worden, denen vermutlich ein nicht erhaltener Entwurf Stülers zugrunde lag. Kiss wurde verpflichtet, die ersten Modelle bis zum 1. Juli 1855 und das letzte Modell bis spätestens 01. September 1855 an den Zinkgießereibesitzer Moritz Geiss abzuliefern. Es kam jedoch zu Verzögerungen bei der Ausführung, ein weiterer Vertrag regelte die Fertigstellung der Modelle bis Ende März 1856. Die Anbringung der Giebelgruppe erfolgte im August/September 1856. Die „Dioskuren“ berichteten im September 1856 „Die Ausschmückung der Außenseite des Neuen Museums schreitet rüstig vorwärts. Kürzlich wurde das große Relief am Giebelfelde des Frontispice an der Südseite an Ort und Stelle gebracht. Die vom Prof. Kiß modellirte Gruppe zeigt einen Genius mit ausgebreiteten Flügeln, der die Mitte der Komposition bildet und sich der Kunst-Industrie, welche in verschiedenen Fächern personificirt ist, befördernd und beschützend zuwendet. Die rechte Seite führt den Steinbildhauer vor, an der Ausmeißelung eines architektonischen Fragments, den Bildhauer mit dem Modell eines korinthischen Kapitells beschäftigt; ein den Arbeiten sinnend zuschauender Kunstlehrling bildet die dem Raume entsprechende Eckfigur. Auf der andern Seite ist der Kunstformer, eine gefertigte Vase haltend, dargestellt, in der Folge ein Schmelzer und Feuerarbeiter vor seiner Esse, alsdann zum Schlusse mit der Anordnung auf dem vorherigen Felde übereinstimmend, die Figur eines Knaben.“ Das Giebelfeld wurde 1997/1998 von der Werkstatt für Metallrestaurierung Haber & Brandner in situ restauriert und mit einer neuen Oberflächenfassung versehen (Nicola Vösgen).
Maße
Verwendete Materialien
Zink (Materialarchiv) , Zinkguss
Technik
Zustand
Vollständigkeit
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