Denkmal Fürst von Hardenberg

Denkmal Fürst von Hardenberg

Foto: Sophia Peix, 2019, CC-BY-4.0

Standbild des preußischen Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg (1750-1822) in zeitgenössischer Tracht, aufgestellt auf einem mehrzonigen Sockel.

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Götze, MartinBildhauer_In des Originals1904-1907
Fa. Opus DenkmalpflegeBildhauer_In der Rekonstruktion
Fa. HerwegGießerei
der Nachschöpfung
Datierungshinweise
Denkmal seit etwa 1949 verschollen, Nachschöpfung 2006, Neuaufstellung 2011
Objektgeschichte
Das Denkmal für Fürst Hardenberg wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Pendant zum Freiherr-vom-Stein-Denkmal auf dem Dönhoffplatz geplant. 1905 erfolgte der Bronzeguss, 1907 die Aufstellung an der Nordwestecke des Dönhoffplatzes. Zwischenzeitlich war als Aufstellungsort der Gendarmenmarkt vorgesehen worden, wurde aber zugunsten des bereits früh favorisierten Dönhoffplatz aufgegeben. Bis 1949 wurde das Hardenberg-Denkmal in den Listen der öffentlichen Denkmäler beim Magistrat von Groß-Berlin geführt, danach verliert sich seine Spur. 2002 überreichte Friedrich-Carl Graf von Hardenberg dem Stellvertretenden Landeskonservator von Berlin, Dr. Klaus-Henning von Krosigk, zwei Gipsausformungen der in seinem Besitz befindlichen Statuette der Denkmalfigur seines Vorfahren. Eine davon wurde an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, weitergereicht. Der Parlamentspräsident setzte sich für die Herstellung einer Nachschöpfung des Denkmals ein. 2006 konnte das von einem Team aus Bildhauern der Berliner Firma "Opus Denkmalpflege" nun wieder auf die Höhe von 2,80 Metern vergrößerte Standbild gegossen werden. Am 31. Mai 2011 fand die Aufstellung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße gegenüber des Martin-Gropius-Baus statt. „Die Wiederaufstellung des Monuments soll daran erinnern, dass Freiheit und aufgeklärtes Denken nicht immer selbstverständlich in der Gesellschaft verankert waren“, sagte Walter Momper. Für den Familienverband sprach Gebhard Graf Hardenberg, Komturei Lietzen. Die Kosten für das neue Denkmal samt neuem Granitsockel waren durch Spenden in Höhe von rund 180.000 Euro gedeckt (Jörg Kuhn).
Maße
StandbildHöhe2.8 m
StandbildGewicht1.2 Tonnen
Verwendete Materialien
PlastikBronze
SockelGranit
Technik
Plastikgegossen
Sockelbehauen
Inschriften
Inschrift (gegossen, appliziert)
am Sockel, Vorderseite
HARDENBERG / 1750-1822
ZustandZeitpunkt
gut2018
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Müller-Bohn, Hermann: Die Denkmäler Berlins in Wort und Bild, Berlin, 1905, S. 90-91. (zum Original)
  • Herzberg, Elena: Denkmal des Karl August Fürst von Hardenberg, Berlin, 2011. Broschüre zur Einweihung, Pressedienst des Abgeordnetenhauses von Berlin

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