Denkmal für Robert Schumann

Denkmal für Robert Schumann

Die hier 2016 aufgestellte Denkmalstele stellt den deutschen Komponisten der Romantik Robert Schumann (1810–1856) in Form eines steinernen Kopfbildes dar. Die Stele besteht aus einem schlanken Kunststeinsockel, auf dem die Büste aufgestellt ist. Die Büste selbst ist aus einem grau-blauen bis anthrazitfarbenen Kalkstein aus Belgien gehauen. Sie zeigt Schumann mit weichen Gesichtszügen und mit einem ernsten Blick, der unmutig nach unten gerichtet seine schwierigen Lebensumstände erahnen lässt. Der Kopf, auf einem kräftigen Hals ruhend, wächst aus dem grob behauenen Stein hervor, so dass ein blockhafter Unterbau entsteht. So fokussiert sich der Blick des Betrachters ganz auf den Bildniskopf (Tomisch/Lutz)

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Balden, TheoBildhauer_In1956
Datierungshinweise
1956, Entstehung, Aufstellung 2016
Objektgeschichte
1956 wurde im Haus Friedrichshagener Straße 8 die Musikschule Köpenick eingerichtet. Aus diesem Anlass kam vor dem Haus die von Theo Balden 1956 im Auftrag des Magistrats von Groß-Berlin geschaffene Steinbüste Robert Schumanns auf einem hohen Feldsteinsockel zur Aufstellung. 1956 war auch die 100. Wiederkehr von Robert Schumanns Todestag. Dort stand die Gedenkbüste bis zum Auszug der Musikschule 2016. Das Kunstwerk wurde nach dem heutigen Standort umgesetzt. Aus Anlass der 100. Wiederkehr von Robert Schumanns Todestag im Jahre 1956 wurde auch das Geburtshaus von Robert Schumann in Zwickau zum Museum und Gedenkort (Robert-Schumann-Haus) umgestaltet. Für diese Gedenkstätte schuf Theo Balden 1963 eine Bronzebüste von Robert Schumann, die in der Treppenhalle des Ausstellungshauses ihren Platz fand (Tomisch/Lutz).
Maße
BüsteHöhe0.7 m
BüsteBreite0.31 m
BüsteTiefe0.38 m
SockelHöhe1.25 m
SockelBreite0.45 m
SockelTiefe0.5 m
Verwendete Materialien
BüsteGranit
SockelKunststein
Technik
Sockelgemeißelt
Kopfgemeißelt
Kopfgeschliffen
Kopfpoliert
Inschriften
Plakette
an der Vorderseite des Sockels
Robert Schumann geb. 8.6.1810 gest. 29.7.1856 / Theo Balden / Im Besitz des Bezirksamtes Köpenick von Berlin
ZustandZeitpunkt
Gesamtbiogener Bewuchs2018
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Feist, Ursula: Theo Balden, Dresden, 1983, S. 132. Werkverzeichnisnummer
  • Plastiken, Denkmäler, Brunnen in Berlin: Gesamtverzeichnis, Katalog, Berlin, 1993, S. 21.
  • Weidner, Klaus: Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Köpenick, Berlin, 1993, S. 18.
  • Hebecker, Susanne: Theo Balden : 1904 - 1995 ; Skulpturen, Erfurt, 2004, S. 47-10. Werkverzeichnisnummer

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