Brunnen mit Metallplastik

Brunnen mit Metallplastik

Im Bereich der nach Süden verlängerten Bernhard-Bästlein-Straße, im Bereich Roederplatz, direkt gegenüber der Gebäuderückseite Weißenseer Weg 2, befindet sich auf einem kleinen Platz der umgebaute und umgenutzte ehemalige „Brunnen mit Metallplastik“. Das ursprüngliche Brunnenbecken ist außen verkleidet mit pastellfarbenen grünen, gelben, pinkfarbenen und blauen Kunststoffplatten, auf dem ehemaligen Beckenrand sind Sitzschalen aus Metall montiert. Der Boden um das Becken ist abwechselnd mit Platten und in Zement gegossenen kleinen runden Kieselsteinen in verschiedenen Farben belegt. Das Brunnenbecken war im Sommer 2019 bepflanzt mit Sommerflieder in verschiedenen Farben, Rutbeckien und Margarithen. Westlich und nördlich vom Becken stehen bepflanzte Waschbetonpflanzkübel. Eine Plakette an der östlichen Seite nennt das Förderprogramm in dessen Rahmen die Umgestaltung erfolgte: Umgestaltung der / Brunnenanlage am Roederplatz / Gefördert durch die Europäische Union, / die Bundesrepublik Deutschland und / das Land Berlin im Rahmen des Programms / „Zukunftsinitiative Stadtteil“ / Teilprogramm „Stadtumbau Ost“ / Investitionen in Ihre Zukunft (mit den Logos aller genannten Institutionen) (Nicola Vösgen).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Schötschel, FriedrichKünstler_In1976
Datierungshinweise
2008 Abbau der Metallplastik, 2011 neu gestaltet
Objektgeschichte
Der Bildhauer und Maler Friedrich Schötschel, schuf den Brunnen als Auftragsarbeit. Er wurde 1976 kurz nach der Fertigstellung der ersten Wohnhäuser vor der Clubgaststätte „Lichtenberger Krug“ im damaligen Neubaugebiet Lichtenberg-Nord in Betrieb genommen (Springbrunnen: Es waren einmal viele schmucke Brünnlein ..., (o.V.), in: Berliner Morgenpost, 21.11.2012). In der Mitte des Brunnenbeckens, das außen mit Waschbetonplatten verkleidet war, befand sich ein kleines quadratisches Podest, aus dem zwei ca. 2,5 Meter hohe, leicht schräg stehende Edelstahlstangen emporragten. Um diese Stangen waren sechs weitere gekrümmte Edelstahlrohre geschlungen. Diese endeten in unterschiedlichen Höhen in waagerecht angebrachten runden Ringen, deren Außenseiten mit stalaktit-ähnlichen Formen bedeckt waren, aus denen das Wasser in das Becken tropfte. Seit 2000 verwahrloste der Brunnen zunehmend, das Brunnenbecken war mit Graffiti besprüht. Um 2008 wurde die Metallplastik abgebaut, 2011 erfolgte die Neugestaltung mit den heute vorhandenen Kunststoffplatten, Sitzbänken und der Bepflanzung des ehemaligen Brunnenbeckens (Nicola Vösgen).
Maße
ehemalsHöhe
mit Metallplastik
2.5 m
BeckenBreite
mit Verkleidung
6.15 m
BeckenLänge
mit Verkleidung
8.15 m
Verwendete Materialien
Edelstahl, fehlt
Kiesel, fehlen teilweise
Zement
Kunststein
Kunststoff
Technik
Metallgeschweißt
gesamtmontiert
Kieselverlegt
Verkleidungverkleidet
Zementgegossen
gestrichen
Inschriften
Plakette (appliziert)
an der östlichen Seite
Umgestaltung der / Brunnenanlage am Roederplatz / Gefördert durch die Europäische Union, / die Bundesrepublik Deutschland und / das Land Berlin im Rahmen des Programms / „Zukunftsinitiative Stadtteil“ / Teilprogramm „Stadtumbau Ost“ / Investitionen in Ihre Zukunft (mit den Logos aller genannten Institutionen)
ZustandZeitpunkt
gesamtfragmentiert, 2008 Metallplastik abgebaut2019
FugenfüllungAblösung, teilweise2019
BefestigungFehlstellen, teilweise2019
Vollständigkeit
unvollständigMetallplastik und viele Kieselsteine fehlen

  Nachweise

  • Goder, Ernst: Plastiken, Denkmäler, Brunnen in Berlin: Gesamtverzeichnis, Katalog, Berlin, 1993, S. 36.
  • Brösicke-Istok, Sylvia: Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Lichtenberg, Berlin, 1993, S. 18.
  • Ugowski, Eberhard: Brunnen in Berlin, Gesamtverzeichnis, Berlin, 1993, S. 32.

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