Boxer

Boxer

Faustkämpfer

Der „Faustkämpfer“ von Thorak hat seinen Standort nördlich des Schwimmstadions an der Hanns-Braun-Straße auf einem aus Muschelkalkquadern zusammengesetzten Sockel. Dargestellt ist ein betont muskulöser Athlet, der breitbeinig steht, den Oberkörper leicht gedreht hat, der vergleichsweise kleine Kopf ist etwas nach rechts gewendet. Seinen rechten angewinkelten Arm hält er vor dem Oberkörper. Die Gesichtszüge sind als hart, sogar als brutal zu bezeichnen (Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Thorak, JosefKünstler_In1935-1936
Objektgeschichte
Modell für das Standbild war der damals 31j-ährige Boxer Max Schmeling, den der Bildhauer Thorak bereits 1935 porträtiert hatte (Büste im Deutschen Historischen Museum) und der seit den 1920er Jahren als Idol galt. Der Bronze auf dem Olympiagelände war eine kleinere Version vorausgegangen. Das Bronzestandbild hat keine direkte Beziehung zur Architektur, den dahinter liegenden Nebengebäuden des Schwimmstadions, es wurde erst nachträglich in das Ausstattungsprogamm aufgenommen. Der aus Österreich stammende Bildhauer war neben Arno Breker bevorzugter Bildhauer Hitlers, der Kunstausschuss zur Ausstattung des Olympiageländes hatte Thoraks Beteiligung zunächst abgelehnt. Thoraks Hitler-Büste war in der Ehrenhalle des Hauses des Deutschen Sports aufgestellt worden und ist nach Kriegsende von den Alliierten entfernt worden. 2005 befand sich die Plastik "Boxer" nicht an ihrem historischen Aufstellungsort (Susanne Kähler).
Maße
gesamtHöhe3,77 m
SockelHöhe1,5 m
Verwendete Materialien
FigurBronze
SockelMuschelkalk
Technik
Figurgegossen
Sockelbehauen
ZustandZeitpunkt
Figurkorrodiert, laut Gutachten von 19971997
Vollständigkeit
vollständiglaut gutachten von 1997

  Nachweise

  • Eckstein, Beate: Im öffentlichen Auftrag: Architektur- und Denkmalsplastik der 1920er bis 1950er, Hamburg, 2005, S. 199, 418. Abb. 136
  • Schäche, Wolfgang: Das Reichssportfeld : Architektur im Spannungsfeld von Sport und Macht, Berlin, 2001.
  • Kluge, Volker: Olympiastadion Berlin. Steine beginnen zu reden, Berlin, 1991, S. 92.
  • Badstübner-Gröger, Sibylle: Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Berlin, München, 2000, S. 173. Ausgabe 2000

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