Tor auf dem Karlsbad

Tor auf dem Karlsbad

Foto: Susanne Kähler, 2003, CC-BY-4.0

Das Kunstwerk ist Teil einer ab 1989 eingeleiteten gartenarchitektonischen Neugestaltung des westlichen Eingangsbereiches der Grünanlage Am Karlsbad. Laut mündlicher Mitteilung von Volker Bartsch entstand die Plastik mit dem Titel „Tor auf dem Karlsbad“ im Rahmen eines Wettbewerbes im Jahr 1992. Von der Potsdamer Straße kommend gelangt der Besucher über eine Treppenanlage, deren Schwellen aus grauem Granit und die Trittflächenpflasterung analog zur Pflasterung der restlichen Platzgestaltung aus polychromen Granitpflastersteinen besteht, auf einem runden, gepflasterten Platz, der als Gelenk für die hier in verschiedene Richtungen abgehenden Erschließungswege der Grünanlage dient. Die Treppenanlage wird nordöstlich durch eine Flankenmauer aus sauber gearbeiteten Granitblöcken zur dahinterliegenden Rasenfläche abgegrenzt. Die Mauer, die im Übrigen sich entlang der Uferstraße als nordöstliche Begrenzung der gesamten Grünanlage fortsetzt, wird durch lange rechteckige Deckplatten nach oben hin abgeschlossen. Auf der Höhe der letzten unteren Stufe der Zugangstreppe zum runden Platz ist eine bronzene „Halterung“ aufmontiert, die als Widerlager für einen parallel der Mauerdeckung und auf dieser aufruhenden graugelblichen, gröber bossierten, längsrechteckigen Granitblock dient. Das rechte – ostwestliche – Ende des Granitblocks ruht auf der Mauerdeckung auf. Aus dem Steinmaterial ist im Bereich des ostwestlichen Viertels in ungleich großer zweifacher Stufung ein Stück herausgesägt. An dieser Stelle ruht der zum Kunstwerk zugehörige Bronzeblock auf, der, nach der Art eines Türbogens geformt, auf der rechten Seite auf einem in der Flucht der Mauer und zu dieser in einem gewissen, den Türdurchgang markierenden Abstand stehenden Granitblock aufsitzt. Der stählerne Teil des Kunstwerks zeigt bei einer annähernd rechteckigen Grundform, in die die rechteckige „Türöffnung“ eingeschnitten ist, eine bewegte Oberfläche. Der dunkelgraugrün patinierte Bronzeblock scheint aus verschiedenen abstrakten Formen zusammengesetzt, ist jedoch als einem Stück (gegossen) bestehend. Der annähernd hochrechteckige Granitblock, der den rechten Teil des „Tores“ stützt, ist an den „Fronten“ durch in etwa waagrecht verlaufende, angeschnittene Bohrkanäle gegliedert, die jedoch nicht die ganze Fläche durchziehen, sondern im Verlauf durch Abarbeitungen oder bewusst herbeigeführte Materialverluste unterbrochen sind. Das Granitmaterial ist graugelblich, wobei gerade der monolithe Block rechts eine starke Durchdringung mit einer eisenhaltigen Gesteinslage aufweist, die dazu geführt hat, dass das Steinmaterial an dieser Stelle eisenfarben verfärbt ist. Das Motiv „Tor“ scheint den Künstler Volker Bartsch in der Zeit um 1990 sehr beschäftigt zu haben, denn seine in etwa gleichzeitig entstandenen Kunstwerke am Lützowplatz und am Kulturforum zeigen vergleichbare Gestaltungen. (Susanne Kähler/Jörg Kuhn)

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Bartsch, VolkerBildhauer_In1992
Datierungshinweise
1992 aufgestellt
Objektgeschichte
Volker Bartsch gewann mit der Plastik „Tor auf dem Karlsbad“ einen vom Bezirk Tiergarten ausgeschriebenen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Eingangssituation des Parks „Am Karlsbad“. Das Kunstwerk wurde im Zusammenhang mit der bezirklich angeregten und finanziell geförderten Stadtbildverschönerung und Aufwertung des Bereiches Potsdamer Straße/Am Karlsbad (Neugestaltung der Grünfläche Am Karlsbad ab 1989) 1992 aufgestellt (Jörg Kuhn).
Maße
gesamtHöhe3.6 m
Breite0.6 m
Tiefe0.9 m
Verwendete Materialien
gesamtGranit
Bronze
Technik
Steinbehauen
gebohrt
aufeinander gefügt
Bronzegegossen
ZustandZeitpunkt
verschmutzt, leicht2003
Metallzerkratzt2003
beschmiert2003
Vollständigkeit
vollständig

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