Paar in Badewanne

Paar in Badewanne

Badefreunde
Das "Paar in der Badewanne" 1982 auf der Ausstellung "Plastik und Blumen" im Treptower Park. Foto: P. H. Feist, 1982, CC-BY-SA-4.0-int., HU Berlin IKB, Slg. Feist, 171.20

Auf dem gepflasterten Mittelstreifen der Metzer Straße, auf einer Fläche zwischen Bänken steht (vielmehr: wird hoffentlich zukünftig wieder stehen) auf einem annähernd rechteckigen Granitsockel mit grob bossiert belassenen Seiten die braun patinierte, bronzene Brunnenplastik. In einem Trog oder Badezuber sitzen sich ein Mann und eine Frau gegenüber, zwischen ihnen liegt ein Brett über dem Wannenrand. Beide sind nackt, haben derbe Gesichter und muskulöse Körper, die Frau hat betont große Brüste. In den jeweils rechten Händen halten sie Weingläser, der Mann hält in seiner nach unten ausgestreckten Linken eine Rose, sie schauen sich gegenseitig an. Aus einem Ausfluss an der Seitenwand der Wanne rinnt bei Betrieb Wasser (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Horota, StefanBildhauer_In1982
Datierungshinweise
Zweitguss nach Diebstahl 1992, Aufstellung 1995; Plastik war 2013 eingelagert
Objektgeschichte
Die 1982 entstandene Plastik Stefan Horotas ist 1984 an der Schönhauser Allee / Ecke Torstraße aufgestellt worden. Sie wurde dort 1992 gestohlen. Ein Neuguss wurde 1995 auf der neu sanierten, sicherer scheinenden Mittelpromenade der Metzer Straße aufgestellt. Wegen des defekten Sockels ist die Plastik zurzeit (Stand: November 2013) eingelagert. Laut Auskunft von Frau Liane Benjamin vom Bezirksamt Pankow, Amt für Tiefbau und Landschaftsplanung, ist eine Neuaufstellung vorgesehen. Diese ist bisher jedoch an mangelnder Finanzierung gescheitert. Laut Hörisch/Krause (2004, S. 54) war der Künstler bei der Schöpfung von ungarischen Thermalbädern inspiriert, bzw. von öffentlichen Badestuben des Mittelalters und der Renaissance. Horota hat ein volkstümlich–humoriges Werk geschaffen, das sich diesbezüglich gut in sein Oeuvre einfügt. Die Darstellung eines älteren Paares, welches Lebensfreuden genießt, hat bei der Bevölkerung, liest man die Berichte, viel Beachtung gefunden. Der künstlerische Wert tritt dahinter eher zurück (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).
Maße
SockelHöhe0.6 m
PlastikHöhe0.85 m
Verwendete Materialien
SockelGranit
PlastikBronze
Technik
Sockelbehauen
geglättet
Plastikgegossen
ZustandZeitpunkt
, Objekt ist eingelagert2013
Vollständigkeit
Objekt ist eingelagert

  Nachweise

  • Hoerisch, Malwine: Prenzlauer Berg - Kunstspaziergänge, Berlin, 2004, S. 54.
  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 330.

Ihre Information ist gefragt