Märkische Wegekreuze

Märkische Wegekreuze

Foto: Frauke Bialas, 2019, CC-BY-4.0

Das Objekt-Ensemble besteht aus rotem Klinker, der zum Teil grün und blau glasiert wurde. Das Objekt-Ensemble besteht aus drei Objektgruppen, welche wenige Meter voneinander getrennt positioniert sind. Die erste Objektgruppe gesehen von der Treskowallee, besteht aus drei Skulpturen, welche jeweils auf einem Sockel stehen. Ihre großen Formen sind abstrakt und zwei von ihnen zeigen kleine Menschen- und Pferdereliefs. Die zweite Objektgruppe bestand ursprünglich aus fünf Skulpturen, zwei von ihnen sind jedoch nicht mehr vorhanden. Die Sockel jedoch, wenn auch beschädigt, sind noch vorhanden. Auch diese Skulpturen bestehen aus organischen abstrakten Formen. Der dritte Teil des Ensembles besteht aus einer organischen abstrakten Figur. Sie ist mit 1,88 Metern, inklusive Sockel die Größte. Die Form zeigt an ihren beiden Hauptansichten (Vor-und Rückansicht) je eine kleine Relieffigur. In jeder Objektgruppe gibt es mindestens eine Figur, welche die Signatur von Christiane Wartenberg, inklusive Datierung, trägt (Frauke B. I. Bialas).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Wartenberg, ChristianeKünstler_In1980
Datierungshinweise
1975-1979 Entwürfe und Modelle, Ausführung bis 1980; nach 2000 neu geordnet
Objektgeschichte
Die Objektgruppe entstand nach einem begrenzten Wettbewerb, der von einer Konzeptgruppe des Verbandes Bildender Künste in der DDR (Berlin) ausgelobt wurde. Ab 1975 arbeitete Christine Wartenberg an den Entwürfen und der Realisierung der Objekte. In einem Werk des DDR-Kunsthandels, in Bad Liebenwerda, formte die Künstlerin bis 1980 Teile aus rotem Ton, die bei 1200°C zu Klinker gebrannt wurden. Im Klinkerwerk Großräschen schnitt die Künstlerin lederharte Tonsteine, die ebenfalls zu Klinkersteinen gebrannt wurden. Die fertigen, frei geformten organischen Teile und die Klinkersteine wurden in der Dathepromenade zusammen als stelenartige "Märkische Wegkreuze" vermauert. Während des Aufbaus wurde Christiane Wartenberg von einer Maurerbrigade des damaligen VEB Stadtgrün Berlin (VEB=Volkseigener Betrieb) unterstützt. Am 02.08.1980 wurde das fertige Ensemble eingeweiht. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Vandalismus und die Objekte wurden beschmiert, zerkratzt, beraubt und zum großen Teil zerstört (Frauke B. I. Bialas).
Maße
ObjekteHöhe1 m
ObjekteHöhe1.88 m
SockelHöhe0.1 m
SockelHöhe0.26 m
Verwendete Materialien
Keramik
Klinker
Ziegel, glasiert
Technik
geformt
gebrannt
Ziegelglasiert
Sockelgemauert
zusammen gefügt
Inschriften
Bezeichnung (geritzt, gebrannt)
an einzelnen Objekten
Ch.W./ 80 (oder auch) Ch.W. / 2.8.80
ZustandZeitpunkt
neu versetzt, teilweise2019
fragmentiert, starker Vandalismus2019
zerkratzt, teilweise2019
Sockelbeschädigt, teilweise2019
Materialverluste, teilweise stark2019
beschmiert, stark2019
biogener Bewuchs2019
Umgebungverwahrlost, teilweise2019
Vollständigkeit
unvollständig

  Nachweise

  • Goder, Ernst: Plastiken, Denkmäler, Brunnen in Berlin: Gesamtverzeichnis, Katalog, Berlin, 1993, S. 26.
  • Brösicke-Istok, Sylvia: Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Lichtenberg, Berlin, 1993, S. 38.

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