Liegende

Liegende

Große Liegende
Foto: Susanne Kähler, 2005, CC-BY-4.0

Darstellung einer nackten jungen athletischen Frau, halb liegend und halb aufgerichtet. Sie ruht auf ihrer linken Seite, den halb aufgerichteten Oberkörper mit der linken Hand abgestützt, die Beine leicht angewinkelt. Sie hat ihre rechte Hand auf dem schräg nach oben weisenden rechten Knie abgelegt. Die Haare sind im Nacken zu einem Knoten zusammengebunden, das Gesicht ist geprägt von klaren, strengen Zügen und ernstem Blick. Ein längsrechteckiger Sockel aus grauem Granitquadern, die im oberen Bereich mit rechteckigen Schieferplatten bestückt sind, bildet den Unterbau für die unregelmäßig gestaltete rechteckige Plinthe (Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Scheibe, RichardKünstler_In1963
Fa. H. NoackGießerei
Objektgeschichte
Die Bronzeplastik der „Großen Liegenden“ von 1963 ist als eines der letzten großen Werke des Künstlers zu bezeichnen. Im Georg-Kolbe-Museum Berlin ist eine weitere aus dem Nachlass Scheibes stammende Bronzeversion erhalten (Höhe 0,85 m, Länge 1,80 m). Als Vorläufer für diese Figur gilt Scheibes eigene Steinskulptur einer Liegenden aus dem Jahre 1958-1960 (Freie Universität Berlin, Institut für Physiologie und Biochemie). Die Aufstellung der Figur aus dem Jahre 1963 steht im Zusammenhang mit dem Umbau des Jagdschlosses Glienicke im Jahre 1963 durch den Architekten Max Taut (1884-1967). In dieser Zeit entstand, neben dem modernen Innenausbauten auch die neue Eingangslösung mit modernen Vorbau und der Pflasterung des Platzes. Der damalige Umgang mit der historischen Architektur des Jagdschlosses erscheint aus heutiger Sicht problematisch und auch die Aufstellung der Bronze von Scheibe steht in merkwürdigem Kontrast zu seinem Umfeld (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).
Verwendete Materialien
FigurBronze
SockelBeton, verkleidet
SockelGranit, Unterbau
SockelSchiefer, Verkleidung
Technik
Figurgegossen
Plattengesägt
Granitbehauen
gesamtzusammen gefügt
Inschriften
Bezeichnung (gegossen)
auf der Plinthe hinten rechts
R. Sch.
Bezeichnung (gegossen)
an der Plinthenkante hinten rechts
GUSS H. NOACK BERLIN
ZustandZeitpunkt
gesamtverschmutzt, leicht2005
Bronzekorrodiert, teilweise2005
Sockelveralgt2005
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 221.
  • Badstübner-Gröger, Sibylle: Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Berlin, München, 2000, S. 552.
  • , S. 174. Kat.-Nr. 67

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