Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs

Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs

Breite gesockelte Stele auf einem durch Treppen erreichbaren gegenüber dem in etwa rechteckigen Ehrenfeld erhöhten Gelände. Der Stele vorgelegt ist eine rechteckige Wandvorlage, die das darüber in einer Nische mit gerundenen oberen Ecken eingelassene Relief „Mutter Erde nimmt ihren Sohn auf“ stützt. Der Giebel der Stele ist als flaches Dreieck ausgebildet. Das Relief zeigt vor einem durch eine Sonne gestalteten Hintergrund eine Piéta-hafte Gruppe einer verhüllten knienden weiblichen Gestalt, die in ihren Armen einen toten Soldaten birgt. Hinter der Gruppe scheint ein Altar mit dem ligierten PX (Christussymbol) am Fuss eines nur im untersten Bereich sichtbaren Kreuz‘ auf (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Cauer, Emil d. J.Bildhauer_In1920-1930
Datierungshinweise
1916 Entwurf
Objektgeschichte
Das Kriegergefallenendenkmal entstand in den 1920er Jahren, wobei auf einen 1916 von Emil Cauer d. J. geschaffenen Entwurf "Mutter Erde nimmt ihren Sohn auf" zurückgegriffen wurde, der auch bei privaten Grabdenkmälern (etwa Grabmal für Werner John auf dem Invalidenfriedhof Scharnhorststraße in Mitte, Grabmal für die Familie Alarich Wolf im Kapellenblock des Südwestkirchhofes Stahnsdorf) umgesetzt wurde. Das ehemals gesondert eingefasste Ehrenfeld, an dessen Kopfseite das Denkmal erhöht erichtet wurde, ist ein letzter Rest der ehemaligen Friedhofsgestaltung. Der (alte) Friedhof Plötzensee ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Landeseigener Friedhof angelegt worden. Er wurde um 1970 für Beisetzungen geschlossen. Letzte Nutzungsrechte endeten 1995. 2001 erfolgte die Entwidmung des ehemaligen Begräbnisplatzes (vgl. Johannes Ehrmann: "Hinterm Hexenhaus rechts", in: https://www.tagesspiegel.de/weddinger-orte-3-friedhof-am-ploetzensee; Tobias Weber: "Wissenswertes über den Friedhof am Plötzensee", in: https://weddingweiser.de/2014/10/22/friedhof-ploetzensee-ehrengrab/ , beide abgerufen am 22.07.2019). Nach Auskunft einer BIB_Nutzerin vom September 2019 wurde das Kriegerdenkmal inzwischen abgeräumt. Nähere Angaben zu diesem Vorgang liegen derzeit dem BIB-Team nicht vor (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
UnterbauMuschelkalk
AufbauKunststein
Technik
Natursteinbehauen
Kunststeingegossen
gemauert
Inschriften
Inschrift (eingemeißelt)
Sockelfront
DEN HELDEN DES WELTKRIEGES / DIE GEMEINDE KAISER-FRIEDRICH-GEDÄCHTNIS UND HEILAND
ZustandZeitpunkt
gesamtverwittert2009
biogener Bewuchs2009
verschmutzt2009
rissig2009
Fugenschadhaft2009
Materialverluste2009
abgebaut, Mitteilung einer BIB-Nutzerin2019
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Mende, Hans-Jürgen: Lexikon Berliner Begräbnisstätten, Berlin, 2018.
  • Masa, Elke: Die Bildhauerfamilie Cauer aus Bad Kreuznach, Berlin, 1989.

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