Franz König-Denkmal

Franz König-Denkmal

Granitpiedestal mit naturnah gestalteter Porträtbüste des Chirurgen Franz König in Bronze. Die Frontinschrift am Sockel vergoldet.

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Hartzer, Carl FerdinandBildhauer_In1904
Fa. H. NoackGießerei
Datierungshinweise
1904 aufgestellt; zwischenzeitlich deponiert, 1994 wieder aufgestellt
Objektgeschichte
Im Auftrag des Preußischen Kultusministeriums schuf Hartzer die Porträtbüste des Chirurgen Franz König (1832-1910), der sich für den Neubau der Charité eingesetzt hatte. König wirkte von 1895 bis 1904 als Chirurg an der renommierten medizinischen Einrichtung. Das Büstendenkmal wurde zusammen mit dem Büstendenkmal für Königs Amtsvorgänger Adolf Heinrich von Bardeleben (1819-1895) mit der bereits 1889 entstandenen Büste (von Martin Wolff) vor der Chirurgischen Klinik aufgestellt. Im 2000 publizierten Verzeichnis aller Gelehrtenporträts in der Sammlung der Humboldt-Universität Berlin (wozu die Büsten im Garten der Charité demnach zählen) wird nicht die Bronzebüste, sondern eine Ausführung in Marmor (oder Gips?) abgebildet. Das strahlend helle Werk ist vermutlich das "2000 von der Restaurierungswerkstatt Haber" restaurierte, wie im Verzeichnis der Gelehrtenbildnisse vermerkt wird und nicht die Bronzebüste. Vielleicht handelt es sich bei dem Stück im Inventar der Humboldt-Universtät sogar um die Marmorbüste Franz Königs, die der Bildhauer Stanislaus Cauer 1904 schuf und die auch in der Charité aufbewahrt wird (Jörg Kuhn).
Maße
BüsteHöhe0.98 m
Verwendete Materialien
BüsteBronze
SockelGranit
InschriftFarbe
Technik
gegossen
patiniert
behauen
gemeißelt
poliert
montiert
Inschriften
Inschrift (eingemeißelt, ausgelegt)
am Sockel, Vorderseite
FRANZ / KÖNIG
Bezeichnung (gegossen)
am Objekt, rechte Seite
F. Hartzer fec. 1904
Bezeichnung (gegossen)
am Objekt, Rückseite
Guß Noack Berlin
ZustandZeitpunkt
Bronzekorrodiert2019
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Keune, Angelika: Gelehrtenbildnisse der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, 2000, S. 98. abgebildet ist hier die Marmor- oder Gipsfassung
  • Wilmowsky, Monika von: Der Bildhauer Ferdinand Hartzer : 1838 - 1906, Berlin, 1986, S. 208. Abb. 141
  • Hoffmann, Utz: Naturforscher : ein Reiseführer zu Denkmälern & Sammlungen in Berlin und Brandenburg, Berlin, 1992, S. 75.

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