Drei Liegende

Drei Liegende

Foto: Susanne Kähler, 2012, CC-BY-4.0

Durch den Granitplattenweg zum Seepavillon geteilt ist das Ensemble der „Drei Liegenden“. Wie auf einem Teppich aus Granitplatten und gestalteten und ungestalteten, teils glasierten quadratischen Terracottaplatten „liegen“ aus vielen Steinen und Terracotten zusammengesetzte abstrakt aufgefasste, menschliche Figuren. Zum See hin liegt ein einzelner Mann mit muskulösem Oberkörper, den linken Arm auf die flach auf dem Boden aufliegende Hand gestützt in selbstbewusster Pose, das Gesicht ist maskenhaft ausgebildet. Die beiden Liegenden auf der gegenüberliegenden Hälfte jenseits des Weges scheinen weiblich zu sein. Sie wirken verschleiert und hinter einer Barriere aus Steinen verschanzt. Über den „Teppich“ zwischen den Figuren sind auf den Terracottaplatten „Fußabdrücke“ verteilt. Inhaltlich haben die drei Künstler offensichtlich das Verhältnis zwischen Mann und Frauen, männliche Dominanz gegenüber unterdrückten Frauen thematisiert. Zwischen den beiden Geschlechtern befinden sich die Barriere des Weges und eine weitläufige Fläche, die nur auf den zweiten Blick erkennbar durch die keine Elemente und Fußabdrücke in den Terracottaplatten überwunden wird. Der Kontrast zwischen harten Granitgestein und dem „weichen“ Material Terrakotta ist inhaltlich miteinbezogen (Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Schmidt, RobertKünstler_In1985
Isolde Haug, Azade Köker und Robert Schmidt
Köker, AzadeKünstler_In
Isolde HaugKünstler_In
Objektgeschichte
Entstanden anlässlich der Buga 1985.
Verwendete Materialien
Granit
Keramik
Technik
behauen
geformt
gebrannt
verlegt
zusammen gefügt
ZustandZeitpunkt
verschmutzt2012
veralgt2012
bemoost2012
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Kunst im Park. Bundesgartenschau Berlin 1985, Berlin, 1985. Nr. 48
  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 61-65.
  • Ehmann, Horst: Berlin: Kunst im Stadtraum, Begleitheft, S. 38.

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