Brunnenanlage

Brunnenanlage

Foto: Philipp Krug, 2021, CC-BY-4.0

Im linken Bereich des Foyers steht auf einem kleinteiligen Granitpflaster der innere Teil der Brunnenanlage, die sich jenseits der verzierten Glaswand auf dem Schulhof fortsetzt. Hier im Inneren stehen organisch in das Pflaster eingelassen drei baumstammartige Trinkbrunnen mit gemuldeten oberen Abschlüssen. Die ursprünglich montierten Wasserspender fehlen, ihre Auslässe sind mit Edelstahlkappen verschraubt. Draußen auf dem Schulhof, jenseits der verzierten Glasscheibe, wiederholt sich das Schema aus drei niedrigen Säulen spiegelbildlich, auch die Wasserspender dieser Säulen sind zurückgebaut. In einer gemuldeten Granitsteinpflasterung in der Mitte der drei niedrigen Säulen steht hier noch eine vierte, hohe, in mehrere Zonen gegliederte Brunnensäule. Die Säule zeigt einen Dekor aus Ritzzeichnungen, die in stark stilisierter Form Bäume und anderen floralen Schmuck darstellen. Zahlreiche Öffnungen und eine umlaufende Rinne zur Aufnahme des von oben aus einer verdeckten Düse herablaufenden Wassers vervollständigen diese Brunnenskulptur. Die später ergänzte Glaswand zwischen Außen- und Innenbereich trägt auf der Innenseite sieben erhabene vertikal ausgerichtete Glasriegel. Die Riegel bestehen aus mosaikartig zusammengesetzten unregelmäßigen und teils farbigen Glasteilen. Die Brunnentechnik aus Metall an allen sieben Säulen wurde um das Jahr 1987 abgebaut, da die dauerhafte Nutzung zu starken Schäden geführt hatte (Jörg Kuhn 2012, Philipp Krug 2021).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Elsässer, HubertKünstler_In1960-1969
Datierungshinweise
1960er Jahre
Objektgeschichte
In der Gropiusstadt, Hugo-Heimann-Straße 2, steht der langestreckte Bau der Katholischen Grundschule II St. Marien. Vom verglasten Eingangsbereich gelangt der Besucher in das weiträumige Foyer und kann bereits durch die verglaste Rückwand den hinteren Schulhof sehen, zu dem große verglaste Türen führen. Im linken Bereich des Foyers vor der sparsam verzierten Glaswand zum Schulhof steht auf einem kleinteiligen Granitpflaster der innere Teil der Brunnenanlage, die sich jenseits der trennenden Glaswand auf dem Schulhof fortsetzt und zwar so, dass auch in diesem Bereich die Fassadengestaltung durch eine konkave Form vom sonstigen Gestaltungsbild abweicht und das kleinteilige Granitpflaster draußen sich fortsetzt. Der Innenraum des Foyers ist in neuerer Zeit durch den Einbau eines weiteren Klassenzimmers links der Brunnenanlage verkleinert worden, so dass der Brunnen heute, ohne verrückt worden zu sein, anders im Raum steht, als zu seiner Errichtungszeit in den 1960er Jahren. Die beiden Brunnenanlagebereiche innen und außen waren ursprünglich durch keine Glasscheibe getrennt. Die zugehörigen Trinkspender aus Metall sind um das Jahr 1987 abgebaut worden, da die starke Nutzung zu starken Schäden geführt hatte. Die gesamte Brunnenfunktion ist außer Betrieb gesetzt, da die Wartungskosten in der Vergangenheit unverhältnismäßig hoch waren. Dies lag unter anderem daran, dass die vergleichsweise feinen Wasserzulaufrohre schnell verkalkten und verstopften und zudem ein nicht dauerhaft zu beseitigender Befall der Rohrbereiche, Spender und Mulden mit Schädlingen vorlag. Daran hat sich 2012 nichts geändert. (Jörg Kuhn, Philipp Krug).
Maße
niedrige Säulen Durchmesser
je innen & außen zwei
0.29 m
Höhe0.74 m
mittelhohe SäulenDurchmesser
je innen & außen eine
0.29 m
Höhe0.84 m
hohe Säule außenDurchmesser0.65 m
Höhe
geschätzt
3 m
FensterplattenHöhe0.47 m
Breite0.06 m
Verwendete Materialien
SäulenMuschelkalk
Metall
Brunnentechnik
FensterfrontGlas, Wand erst später hinzugefügt
Technik
Säulen gesamtgeschnitten
bearbeitet
zusammen gefügt
montiert
poliert, zum Teil
Fensterfrontgeschnitten
poliert
geklebt
ZustandZeitpunkt
Brunnenaußer Betrieb2021
gesamtMaterialausbrüche, kleinere2021
alt geflickt2021
gesamt/ hohe Säulebiogener Bewuchs, leicht2021
FensterplattenFehlstellen, ein farbiges Kopfstück2021
Vollständigkeit
unvollständigTrinkspender ausgebaut; Brunnen außer Betrieb

  Nachweise

  • Ehmann, Horst: Berlin: Kunst im Stadtraum, Begleitheft, Berlin, 1988, S. 40.

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