Berliner Bär

Berliner Bär

Foto: Jürgen Tomisch, Barbara Anna Lutz, 2020, CC-BY-4.0

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Anlauf, GünterKünstler_In1983
Objektgeschichte
„Zwischen 1954 und 1989 initiierte der Bund der Berliner und Freunde Berlins (BdBFB) als Ausdruck der Verbundenheit mit West-Berlin bundesweit die Aufstellung »Berliner Meilensteine« bzw. von Bärenskulpturen. Mit diesem symbolischen Bekenntnis zur geteilten Stadt Berlin, vor allem jedoch zu West-Berlin, fand der breite politische Konsens [...] seinen allgegenwärtigen Ausdruck.“ In West-Berlin wurden insgesamt 6 Meilensteine bzw. Bärenplastiken aufgestellt. Drei Bären stehen auf Mittelstreifen Berliner Auto- bahnen direkt an den Landesgrenzen. Der Autobahnbär von Günter Anlauf am ehemaligen innerdeutschen Grenzübergang/Kontrollpunkt Heiligensee/Stolpe, der als Ersatz für den gleichzeitig geschlossenen Übergang Heerstraße diente, ist der jüngste Grenzbär Berlins. 1987, als die Autobahn nach Hamburg in Betrieb genommen wurde, sollte eigentlich ein Abguss des Bären von Renée Sintenis, der seit 1957 im Westen Berlins an der Avus steht, hier an der A111 aufgestellt werden. Erst als dies aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich war, wurde Günter Anlauf mit einem neuen Bären-Entwurf beauftragt. 1983 wurde sein Aluminiumguss-Bär aufgestellt. Ein Abguss der Plastik steht seit 1997 an der Kurpromenade in Grömitz. Der auf einem roten Granitsockel sitzende Bär „wurde zum Symbol der Verbundenheit zwischen Grömitz und Berlin.“ ( vgl.: www.m1k.de/bms/groemitz_strand.html [04.05.2020]. Darüber hinaus existieren auch steinerne Kleinformate (29 cm h) dieses Berliner Bären mit „metallisch schimmernder Glasur“ (Junge, Christa: Berliner Bär von Günter Anlauf, Artikel von 23.02.2016: https://www.berliner-baerenfreunde.de/web/ berliner-baer-von-guenter-anlauf/ [04.05.2020]., vielleicht wurden diese als Souvenirs angefertigt. Ob der unter Denkmalschutz stehende Berliner-Autobahn-Bär zwischendurch gereinigt wurde, ist nicht bekannt, der Sockel erhielt verschiedenfarbige Anstriche: zuerst war er hellgrau, später graugrün, jetzt ist er mittelgrau gestrichen (Jürgen Tomisch, Barbara Anna Lutz).
Maße
Höhe3 m
Breite1 m
Tiefe1.2 m
Verwendete Materialien
FigurAluminium
SockelBeton
Technik
gegossen
geschweißt
ZustandZeitpunkt
verschmutzt2020
Sockelbeschmiert2020
Sockel Farbanstrich2020
Vollständigkeit
Beschriftung unvollständigL in der Beschriftung fehlt

  Nachweise

  • Börsch-Supan, Helmut: Günter Anlauf. Skulpturen 1953–1984, Katalog zur Ausstellung anlässlich des 60. Geburtstages 1984 im Kunstverein Speyer, Berlin, 1984, S. 60.
  • Ehmann, Horst: Berlin: Kunst im Stadtraum, Berlin, 1988, S. 83.
  • Ehmann, Horst: Berlin: Kunst im Stadtraum, Begleitheft, Berlin, 1988, S. 27.
  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 75.
  • Künstlerhaus Bethanien : Günter Bruno Fuchs. Zinke. Berlin. 1959–1962. Anlauf, Fuchs, Schnell, Berlin, 1979.

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