Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung – gewidmet Ernst Knaak und Siegmund Sredzki

Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung – gewidmet Ernst Knaak und Siegmund Sredzki

Foto: Susanne Kähler, 2013, CC-BY-4.0

Das Denkmal besteht aus zwei deutlich von einander getrennten Elementen, nämlich dem aus drei Sandsteintrommeln zusammen gesetzten, säulenartigen Standfuß und dem darauf aufruhenden, kuppartigen Aufsatz, der bei konisch leicht ansteigender, korbartiger Ausbildung umlaufend von ineinander verwobenen Reliefbildszenen geschmückt ist. Große Relieffiguren, die als eine Art Bildteiler fungieren und zentrale Figuren zu den in den Zwischenräumen dargestellten Szenen darstellen, wie dem Barrikadenkämpfer von 1848, dem Rotarmisten und dem Kommunisten der ersten Stunde, der mit seiner Fahne über den Ruinen kriegszerstörter Häuser steht, sind ergänzt durch zwei Porträtkopfpaare. Das Paar vorne mit der Beischrift 1848 stellt Karl Marx und Friedrich Engels dar. Das zweite Porträtkopfpaar links davon stellt Ernst Knaak und Siegmund (auch: Sigismund) Sredzki dar. Ihnen ist eine Inschrift zugeordnet. Die beiden Namen der kommunistischen Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Diktatur werden bildlich durch die Spitze des Berliner Fernsehturms von einander getrennt. Zugehörig zu dieser Szene sind die Darstellung einer Familie und eines sich umarmenden Paares. Auch Kampfszenen und weitere Darstellungen aus der „Geschichte/Tradition der Arbeiterbewegung“ nach der Vorstellung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) sind dargestellt zu finden (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Worner, HeinzBildhauer_In1980-1981
Objektgeschichte
Das 1980-1981 von Heinz Worner geschaffene Monument verknüpft in ideologisch gelenkter, frei assoziierender Weise historische Ereignisse und Persönlichkeiten. Das Denkmal sollte den Schülern der hier einst befindlichen Oberschule ein Leitbild sein. Die beiden Repräsentanten des „Guten“, Ernst Knaak (Berlin 1914-1944 Hinrichtungsstätte Brandenburg) und Siegmund Sredzki (Berlin 1892-1944 KZ Sachsenhausen), sollten Vorbilder abgeben. Das Denkmal unterstreicht die nach 1945 erfolgten Umbenennungen zweier Straßen in unmittelbarer Umgebung nach Knaak und Sredzki. Die Sredzkistraße trägt seit dem 31. Januar 1952 ihren Namen. Von 1974 bis 1991 war eine in unmittelbarer Nähe gelegene Schule (die 23. Polytechnische Oberschule) nach ihm benannt. Mit der Schließung der Schule 1991 und der Umnutzung des Gebäudes als Grundschule wurde der Schul-Name aufgegeben. Nach Ernst Knaack wurde zum 31. Januar 1952 die 1875 entstandene Tresckowstraße benannt. Auch trug die damalige 24. Polytechnische Oberschule seinen Namen. Es handelt sich um ein politisches Denkmal mit untergeordnetem künstlerischem Anspruch (Jörg Kuhn, Susanne Kähler).
Verwendete Materialien
gesamtSandstein
Technik
gesamtbehauen
geglättet
aufeinander gefügt
Inschriften
Inschrift (eingemeißelt)
am Objekt
E. KNAAK S. SREDZKI / WIR ERFÜLLEN / EUER VERMÄCHTNIS
ZustandZeitpunkt
gesamtverschmutzt2013
beschmiert2013
biogener Bewuchs2013
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Wege zur Erinnerung, Gedenkstätten und -orte für die Opfer des Nationalsozialismus, Berlin, 2007, S. 338-339.
  • Hoerisch, Malwine: Prenzlauer Berg - Kunstspaziergänge, Berlin, 2004, S. 85.

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