Nymphe

Nymphe

Griechische Nymphe, Begleiterin der Göttin Diana (Artemis)

Weibliche Standfigur, teilweise durch eine Tuchdraperie bedeckt, jedoch mit nacktem Oberkörper und unbeschuhten Füßen, die in der linken Hand einen nach oben gerichteten Pfeil hält und mit der rechten im Hüftbereich die Draperie festhält. Die Figur auf rechteckiger Plinthe steht auf rechteckigem Sockel in der Gestalt des 18. Jahrhunderts (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
UnbekanntBildhauer_In des Vorbilds1989
möglicherweise Johann Peter Benckert
Bluhm, BurkhardBildhauer_In der Kopie
Datierungshinweise
nach einem Vorbild des mittleren 18. Jahrhunderts aus Sanssouci
Objektgeschichte
Im Rahmen der Wiederherstellung des Nordparterres am Schloss Friedrichsfelde wurden gegen Ende der 1980er Jahre Nachschöpfungen barocker Figuren aufgestellt. Sieben der barocken Vorbilder werden - mehr oder weniger zutreffend - dem Bildhauer Carl Philipp Glume (1724-1776), Mitglied einer im Berliner Raum bekannten Bildhauerfamilie - zugeschrieben. Glume hatte diese Skulpturen für den Schlosspark in Schwedt an der Oder gearbeitet (vgl. Torsten Freyhof: "Verwechselt und vergessen (Skulpturen aus der Werkstatt Glume)", in: Schwedter Jahreshefte, Heft 3, 2002, S. 19-27). Die "Nymphe" oder "Griechische Nymphe" gehört laut Enrico Mathies nicht zu den Glume zugewiesenen Werken. Ihr spätbarockes Vorbild, geschaffen von einem namentlich noch nicht eindeutig fassbaren Bildhauer aus dem Umkreis der Hofbildhauerateliers in Berlin und Potsdam, befindet sich in der Skulpturensammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Durch die vom Kopisten, dem Bildhauerschüler Burkhard Bluhm, erstellte "Dokumentation über die bildhauerische Erarbeitung der Gartenplastik 'Nymphe' (Kopie) nach dem Original aus der Mitte des 18. Jahrhunderts" als Prüfungsarbeit Teil I mit Abschluß zum Steinbildhauer beim VEB Stuck- und Naturstein Bildhauer-Werkstatt Berlin-Weißensee unter Betreuung durch den Leiter der Bildhauerwerkstatt Jürgen Klimes, eingereicht am 2. Januar 1989, ist genau bekannt, dass das Original, ein Werk aus dem Umkreis von Johann Peter Benckert (1709-1765) und Joachim Matthias Gottlieb Heymüller (gest. 1763) für den Hofdamenflügel des zwischen 1763 und 1769 errichteten Neuen Palais im Park von Sanssouci gearbeitet worden ist. Hier steht die Figur zusammen mit weiteren Nymphen-Figuren vor der Fassade. Bei einigen dieser Nymphenfiguren ist Benckert als Schöpfer nachzuweisen. Bei der "Nymphe mit Pfeil" ist keine eindeutige Zuweisung bekannt. Für die Anfertigung einer Kopie musste die barocke Figur mit einigen revesiblen Gipsergänzungen versehen werden (Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
Sandstein
Technik
behauen
Inschriften
Bezeichnung (eingemeißelt)
an der Plinthe hinten
Kop. 1989 / Bluhm
ZustandZeitpunkt
gut2019
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Matthies, Enrico: Tiere mit steinernem Herzen und bronzener Haut. Der künstlerische Schmuck des Tierparks Berlin, Berlin, 2009, S. 77.

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