Friedrich I. mit Szepter und Hermelin sowie Sophie Charlotte mit dem Modell des Charlottenburger Schlosses

Friedrich I. mit Szepter und Hermelin sowie Sophie Charlotte mit dem Modell des Charlottenburger Schlosses

Zwei monumentale Standbilder als Schmuck eines gewaltigen Schmuckportals an der Bezirks- und ehemaligen Stadtgrenze zwischen Berlin und Charlottenburg. Neubarocke, krass realistische Plastik von hoher Erzählfreude mit zahlreichen Details, etwa bei Königin Sophie-Charlotte dem Modell des Corps de logis des Schlosses Lietzenburg (Charlottenburg) nach Eosander von Göthe (Jörg Kuhn).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Baucke, HeinrichKünstler_In1905-1908
Objektgeschichte
Die Torbauten wurden 1907-1908 von Bernhard Schaede als Stadteingang und Pendant zum Brandenburger Tor erbaut. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein von August Stüler 1857 erbautes Steuereinnahmehäuschen, das 1907 abgerissen wurde (Säulenreste im Gartenbereich der Technischen Universität Berlin unweit des Ernst-Reuter-Platzes). 1937/1939 wurde das Tor im Zuge des Ausbaus der Ost-West-Verbindung zur nationalsozialistischen Via Triumphalis unter Leitung von Generalbauinspektor Albert Speer weiter auseinandergerückt. Die allegorischen Bronzeskulpturen auf den Pfeilern von Georg Wrba wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, das Tor 1987 und ab 2004 saniert und die zwei zum Tor zugehörigen monumentalen, 22 Meter hohen Leuchtersäulen 2007-2010 rekonstruiert (Marc Wellmann, Jörg Kuhn).
Verwendete Materialien
Bronze
Technik
gegossen
ZustandZeitpunkt
gut2005
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Endlich, Stefanie: Skulpturen und Denkmäler in Berlin, Berlin, 1990, S. 33.
  • Ingwersen, Erhard: Standbilder in Berlin, Berlin, 1967, S. 95, Tafeln 45-46.
  • Engel, Helmut: Das Charlottenburger Tor - Tor zu einer der "schönsten Straßen der Welt", Berlin, 2005.
  • Engel, Helmut: Das Charlottenburger Tor - übersehenes Baudenkmal am Straßenrand?, Berlin, 2004.
  • Gundermann, Iselin: Das Charlottenburger Tor, 30. April 1945 : Ort der deutschen Geschichte, Berlin, 2005.

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