Adlerpfeiler

Adlerpfeiler

2 Adler

Die beiden hohen Stelen mit quadratischen Grundrissen stehen rechts und links der Stufen des südöstlichen Eingangs am „Haus des Deutschen Sports“ auf dem „Adlerplatz“. Sie werden bekrönt durch vergoldete, stilisierte Adlerfiguren mit ornamental strukturiertem Federkleid (Susanne Kähler).

  Werkdaten

SchaffendeDatierung
Raemisch, WaldemarKünstler_In1936
Objektgeschichte
Der Künstler Waldemar Raemisch war mit seinem Entwurf in Konkurrenz zu dem Tierbildhauer Max Esser getreten und hatte im März 1935 vom Kunstausschuss zur Ausstattung des Olympiageländes den Auftrag zu den Adlerpfeilern erhalten. Raemisch entwarf auch den von Hitler gestifteten Olympischen Orden und das offizielle Olympiaabzeichen. Es gab Überlegungen, dem Kunstgewerbler und Bildhauer Raemisch den Auftrag zu den Adlern 1936 zu entziehen, weil er mit einer Jüdin verheiratet war. Wegen der Zeitknappheit behielt er den Auftrag, emigrierte aber, nachdem man ihn 1937 aus seinem Lehramt an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin entlassen hatte, 1939 in die USA. Er übernahm in New York an der Rhode Island School of Design einen Lehrauftrag (Susanne Kähler).
Verwendete Materialien
AdlerBronze, vergoldet
StelenMuschelkalk
Technik
Adlergegossen
vergoldet
Stelenbehauen
ZustandZeitpunkt
Vergoldungerneuert2005
Stelenverwittert, leicht2005
verschmutzt, leicht2005
Vollständigkeit
vollständig

  Nachweise

  • Kluge, Volker: Olympiastadion Berlin. Steine beginnen zu reden, Berlin, 1991, S. 92-93.
  • Kluge, Volker: Olympiastadion Berlin : Rundgang durch das ehemalige Reichssportfeld = Olympia stadium, Berlin, 2000.
  • Reclams Kunstführer Berlin, Stuttgart, 1991, S. 301. Ausgabe 1991
  • Badstübner-Gröger, Sibylle: Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Berlin, München, 2000, S. 170-172. Ausgabe 2000

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